zur Navigation springen
Lübeck

19. Oktober 2017 | 03:02 Uhr

Spontaner Warnstreik im Hafen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Am Nordlandkai blieben am Freitag ab 13 Uhr die Schranken geschlossen / Protestmaßnahme im anhaltenden Tarifkonflikt

Am Nordlandkai blieben am Freitag ab 13 Uhr die Schranken geschlossen. Die Gewerkschaft Ver.di hatte die Mitarbeiter kurzfristig zu einem Warnstreik aufgerufen. Dabei ging es offiziell um den aktuellen Tarifstreit. Viele Mitarbeiter haben aber auch Angst, dass ein massiver Arbeitsplatzabbau im Lübecker Hafen geplant ist. „Auch nach achtmonatigen Verhandlungen wurde uns kein verhandlungsfähiges Angebot durch die Arbeitgeber unterbreitet“, so ein Sprecher der Gewerkschaft. Am Freitag wurde erneut verhandelt. Als die Gespräche ins Stocken gerieten, rief Ver.di zur Aktion auf. „Der Streik kann schnell zu Ende sein“, sagte Christian Manke, bei Ver.di zuständig für die Lübecker Häfen. Er könne aber auch Auftakt für einen heftigen Arbeitskampf sein. Dabei geht es den Mitarbeitern nicht nur um den Tarifvertrag. „68 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich und 16 Mitarbeitern in der Verwaltung wurde gekündigt“, so Manke. Die Gewerkschaft befürchtet, einen Arbeitsplatzabbau im dreistelligen Bereich. Die Geschäftsführung habe eine Frage, ob Hafenkunden in Zukunft ihr Papier mit eigenen Mitarbeitern umschlagen, nicht beantwortet. Das könne erst am 17. Februar nach einer Aufsichtsratssitzung geschehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen