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Leukämie : Spender für Diana aus Lübeck gefunden

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Erleichterung in Lübeck: Für die an Blutkrebs erkrankte Diana wurde ein Stammzellenspender gefunden. Bald wird ihre Behandlung aufgenommen. Ihre Tochter Johanna wartet weiter auf einen passenden Spender.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2014 | 14:30 Uhr

Lübeck | „Eilmeldung: Für Diana wurde ein Spender gefunden! Wir sind überglücklich und dankbar!“, hieß es am Sonntag auf der eigens für die an Leukämie leidende Familie angelegten Facebookseite. Nur eine Woche nach der groß angelegten Typisierungsaktion in Lübeck erreichte die Familie die erste erlösende Nachricht.

Bei der großen Typisierungsaktion für die betroffenen Lübeckerinnen am 11. Mai ließen sich mehr als 3000 mögliche Spender in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen. „Wo der jetzt gefundene Spender letztendlich herkommt, können wir nicht sagen“, berichtet Annika Schirrmacher von der DKMS in einem Gespräch mit den Lübecker Nachrichten, „aber es ist ein großes Glück, dass jemand gefunden wurde.“

Die Behandlung der erkrankten Lübeckerin wird in den nächsten Wochen aufgenommen. Für die 32-Jährige beginnt dann eine schwere Zeit, in der sie eine hochdosierte Form der Chemotherapie über sich ergehen lassen muss. In dieser ersten Behandlungsphase, der Konditionierung, sollen die erkrankten Zellen restlos zerstört werden. Gleichzeitig wird das Immunsystem der Patientin unterdrückt, um eine Abwehrreaktion nach der Transplantation zu verhindern. Die Konditionierung dauert ungefähr sieben bis zehn Tage. Schließlich werden die Spenderzellen in einer Infusion übertragen. Etwa zwei bis vier Wochen nach der Transplantation lässt sich absehen, ob die gesunden Stammzellen ihre Arbeit aufgenommen haben. Wenn alles gut geht, kann Diana bald wieder ein gesundes Leben aufnehmen.

Doch neben aller Erleichterung bleiben die Sorgen um Dianas Tochter Johanna (6). Auch bei ihr wurde vor einigen Wochen Blutkrebs diagnostiziert. Für das Mädchen konnte bisher noch kein passender Spender gefunden werden.

Wer die Typisierungsaktion verpasst hat, kann sich jederzeit über die Webseite der DKMS als Stammzellenspender registrieren. Die Aufnahme in die Datenbank erfolgt über eine Online-Registrierung und ein Typisierungsset, das kostenlos nach Hause verschickt wird. Da der Ausbau der Datei mit hohen Kosten für die DKMS verbunden ist, sind auch Geldspenden immer gern gesehen.

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