„Speicher des Stadtwissens öffnen“

Sie freuen sich auf die 18. Lübecker Museumsnacht: von linke (unten): Birgit Stammberger (Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck, ZKFL), Helene Hoffmann und Heide Klingelhöfer (Organisation Museumsnacht); Mittlere Reihe (v. l.): Michael Herczeg (Institut für Multimediale und Interaktive Systeme, IMIS, Universität zu Lübeck), Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen, Jörg-Philipp Thomsa (Leiter Günter Grass-Haus); Oben sitzend: Bettina Greiner (Leiterin Willy-Brandt-Haus); stehend: Christian Lau (Geschäftsführer der Werkkunstschule Lübeck) und Alina Schöppach (Praktikantin im Buddenbrookhaus).
Sie freuen sich auf die 18. Lübecker Museumsnacht: von linke (unten): Birgit Stammberger (Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck, ZKFL), Helene Hoffmann und Heide Klingelhöfer (Organisation Museumsnacht); Mittlere Reihe (v. l.): Michael Herczeg (Institut für Multimediale und Interaktive Systeme, IMIS, Universität zu Lübeck), Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen, Jörg-Philipp Thomsa (Leiter Günter Grass-Haus); Oben sitzend: Bettina Greiner (Leiterin Willy-Brandt-Haus); stehend: Christian Lau (Geschäftsführer der Werkkunstschule Lübeck) und Alina Schöppach (Praktikantin im Buddenbrookhaus).

Die 18. Lübecker Museumsnacht am kommenden Sonnabed steht unter dem Motto „hier & jetzt“

shz.de von
17. August 2018, 17:01 Uhr

Der Countdown in der Hansestadt zum jährlichen Gemeinschafts-Großprojekt „Kultur“ läuft. Am Sonnabend, 25. August, bitten Museen, Galerien, Institutionen zur Lübecker Museumsnacht. Zum 18. Mal lockt dieses mittlerweile größte Kulturfest der Stadt zu mehr als 100 Einzelveranstaltungen auf die Altstadtinsel und ins Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk. Kultursenatorin Kathrin Weiher eröffnet die Nacht offiziell um 18 Uhr am Holstentor; für Kinder wird in St. Petri schon ab 12 Uhr mittags und im Buddenbrookhaus ab 16 Uhr der Tag zur Nacht gemacht. Das Motto in diesem Jahr: „hier & jetzt“.

Museumsnacht, das ist in Lübeck eine Abstimmung mit den Füßen. 47000 Besucher wurden im vergangenen Jahr in den beteiligten Häusern gezählt, 2016 waren es mit 49 000 sogar so viele, dass Hans Wißkirchen, der Leitende Direktor der Lübecker Museen, anmerkte, dass mehr im Sinne von Sicherheit und Qualität nicht zu stemmen sei. Und überhaupt: „Es geht ja nicht darum, jedes Jahr einen neuen Rekord aufzustellen“, sagt er. Vielmehr sollen sich die „Speicher des Stadtwissens“ öffnen, sich unter dem Motto „hier & jetzt“ ganz gezielt den Menschen und den Themen von heute zuwenden.

Man kennt es nicht anders, das Programm ist bunt: „hier & jetzt“ hat den Zustand der gegenwärtigen Welt im Visier. Da geht es um die Verschmutzung der Meere (Buddenbrookhaus), um „Lyrik ohne Grenzen“ bei einer hebräisch-plattdeutsch-englischen Lesung, mit der Adi Keissar aus Tel Aviv und Maria Natt aus Berlin den Literatursommer in Grass- und Brandt-Haus beschließen. „Hier und jetzt“ ist auch die Auseinandersetzung der Museumswelt mit den Möglichkeiten digitaler Medien.

Im Museum für Natur und Umwelt kann da erkundet werden, was sonst tabu ist: die Kiesgrube von Groß Pampau als Fundort der Urzeitwale. Das Europäische Hansemuseum an der Untertrave gibt einen ersten Blick auf die große Jubiläumsschau zum 875. Stadtgeburtstag frei, die hier und im Museumsquartier St. Annen am 9. September eröffnet wird. Erste Eindrücke wird man auch am Museumsquartier trotz Bauzaun erhaschen können.

Wer immer schon mal schmieden wollte: Das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk heizt den Hochofen an, dort dürfen Besucher kleine Arbeiten herstellen und einen eigenen Hochofen bauen.

Im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) stellen Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Forschungsprojekte vor, auch dort geht es durch die Geschichte von der Enthauptung eines Lübecker Bürgermeisters im Jahr 1363 bis zur modernen Hirnforschung sowohl thematisch als auch digital ins Hier und Jetzt.

Das Willy-Brandt-Haus nutzt die Gelegenheit der Nacht, mit Mini-Slams Appetit auf die Science Slam History am 15. September zu machen. Einen Blick auf zeitgenössische Kunst bieten die insgesamt 18 an der Museumsnacht beteiligten Galerien. Was aktuell in Lübeck musikalisch passiert, lässt die RockPop-Schule Lübeck mit insgesamt vier Bands am Holstentor hören. Und apropos Musik: Die gibt es an vielen Ecken und Enden auf der Altstadtinsel.

>Tickets zur 18. Lübecker Museumsnacht sind vom heutigen Montag, 20. August, an erhältlich, sie kosten 12 (ermäßigt sechs) Euro.

>Die Konzerte vor dem Holstentor sind kostenlos zu genießen, auch auf der Dachterrasse des Europäischen Hansemuseums wird unentgeltlich aufgespielt.

>Im Behnhaus Drägerhaus-Garten geht die Museumsnacht ab 24 Uhr mit „Aftershow Chillin‘“ zu Ende.

Das komplette Programm gibt es als Flyer und elektronisch unter www.die-luebecker-museen.de



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