Hilfsangebote auch in Sozialen Medien : Solidarität in der Corona-Krise: Lübecker Kirchengemeinde startet Nachbarschaftshilfe

Jugendliche wollen Einkäufe erledigen. Auch in Hamburg und in Sozialen Medien gibt es immer mehr Hilfsangebote.

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14. März 2020, 12:00 Uhr

Lübeck | Eine Lübecker Kirchengemeinde hat angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise ein Nachbarschaftsprojekt gestartet. 100 ehrenamtliche Jugendliche wollen älteren Menschen und Personen mit erhöhtem Risiko etwa bei Einkäufen im Supermarkt oder der Apotheke helfen, wie die evangelische Kirchengemeinde des Lübecker Stadtteils St. Jürgen am Samstag mitteilte.

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Unter der Telefonnummer 0451/70983522 und der Emailadresse nachbarschaft@st-juergen.de können sich Menschen aus dem Stadtteil melden.

„Es gibt zurzeit keine akute Gefahr und keinen Grund zur Panik“, sagte Katja von Kiedrowski, Pastorin der Gemeinde in einer Mitteilung. „Auch wer an der Einsamkeit und Isolation leidet, darf sich gern melden. Das Angebot richtet sich nicht nur an Kirchenglieder: Wenn jemand Angst hat oder einfach nur reden möchte, dann melden wir uns gern als Pastoren.“

Der Kirchengemeinde gehören nach eigenen Angaben rund 13.000 Menschen an.

Solidarität auch in Hamburg

Auch zahlreiche Hamburger haben angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ihre Hilfe angeboten. In einigen Geschäften finden sich beispielsweise Aushänge, in denen Menschen Senioren und durch das Virus besonders gefährdeten Mitbürgern Unterstützung beim Einkaufen anbieten.

Nachbarschaftshilfegruppen organisieren ebenfalls Hilfsangebote für Betroffene.

Hashtag Coronahilfe

Auch in den sozialen Medien signalisieren Menschen ihre Hilfsbereitschaft. Auf Facebook gibt es bereits Corona-Hilfegruppen für Hamburg, in denen sowohl Hilfe angeboten als auch nach Unterstützung gefragt werden kann.

Auf Twitter finden sich unter dem Hashtag „Coronahilfe“ Beiträge von Nutzern, die Menschen in ihrem Umkreis bei der Kinderbetreuung, beim Einkaufen oder anderen wichtigen Tätigkeiten helfen möchten.

Die Hamburger Gesundheitssenatorin hatte am Freitag mitgeteilt, dass in der Hansestadt mittlerweile 123 Menschen nachweislich an Covid-19 erkrankt sind. Der Senat beschloss in einer Sondersitzung, dass Schulen und Kitas ab Montag für zwei Wochen geschlossen bleiben. Auch an den Hochschulen wird der Regelbetrieb ab Montag eingestellt.

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