So lange die Brücken tragen ...

An der Rehderbrücke über den Elbe-Lübeck-Kanal wurde die Hauptuntersuchng vorgenommen.
An der Rehderbrücke über den Elbe-Lübeck-Kanal wurde die Hauptuntersuchng vorgenommen.

Prüfingenieure nehmen die vor Jahren schon schlecht bewertete Rehderbrücke unter die Lupe / Ergebnis liegt in einigen Wochen vor

shz.de von
02. August 2018, 14:44 Uhr

Im Jahr 2014 sorgten Lübecker Brücken bundesweit für Schlagzeilen: Der ADAC hatte unter anderem die Rehderbrücke und die benachbarte Hüxtertorbrücke unter die Lupe genommen. Sie waren laut ADAC-Test Brückenkörper mit dem schlechtesten Zustand. Eine damals geplante Sanierung wurde noch nicht vorgenommen. Jetzt rückten erneut Prüfingenieure an.

Die Rehderbrücke aus dem Jahr 1935 hat bisher die Zustandsnote 3,5. Viel schlechter darf das Ergebnis nicht werden. Bei Werten über 4,0 müsste eine Brücke nämlich gesperrt werden. Deshalb war auch vor vier Jahren eine Sanierung geplant. Die Kosten wurden – sofern die Gründung noch in Ordnung ist – auf drei Millionen Euro geschätzt. Passiert ist bislang noch nichts. Alle sechs Jahre ist eine Überprüfung der Brückenbauwerke fällig. Ergebnis der jüngsten Untersuchung wird erst in ein paar Wochen vorliegen.

Die nicht weit entfernte 37,5 Meter lange Hüxtertorbrücke ist noch älter. Sie wurde 1899 eingeweiht und zuletzt im Jahr 1987 saniert. Die Gutachter des ADAC empfahlen, den Überbau komplett auszuheben und zu sanieren. Ein ähnliches Verfahren wurde bereits bei der Drehbrücke angewendet(wir berichteten). Die Kosten wurden damals auf 3,15 Millionen Euro geschätzt, falls die Widerlager noch zu retten sind. Sie haben sich aber verschoben. Auch diese Maßnahme konnte noch nicht umgesetzt werden.

Zur Zeit gibt keinen festen Zeitplan für die Sanierungen. „Die Mühlentorbrücke über den Elbe-Lübeck-Kanal soll aber nach Fertigstellung der Possehlbrücke saniert werden, vorher ist sie Teil einer wichtigen Ausweichstrecke“, sagt Nicole Dorel, Sprecherin der Lübecker Stadtverwaltung: „Letztendlich sind alle Baumaßnahmen abhängig von den vorhandenen Ressourcen hinsichtlich Personal, Finanzmittel und so weiter.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen