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Außenminister tagen im Hansemuseum : So bereitet sich Lübeck auf den G7-Gipfel vor

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ab Montag 13 Uhr darf kein Linienbus mehr auf die Altstadtinsel. Ein kurzer Blick auf die Politiker scheint unmöglich.

Lübeck | In der kommenden Woche – 14. und 15. April – kommen die Außenminister der G7-Staaten in der Hansestadt Lübeck zu einer Tagung zusammen, die im Europäischen Hansemuseum stattfinden wird. Die umfangreichen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. So hat Vodafone am Dienstag einen Funkmast aufgestellt, damit die etwa 600 Politiker, 1000 Journalisten und die erwarteten Demonstranten telefonieren und Daten mobil austauschen können.

Vodafone baut gegenüber dem Tagungsort Mobilfunknetz aus.
Vodafone baut gegenüber dem Tagungsort Mobilfunknetz aus. Foto: ill
 

Im Tagungsort Hansemuseum, das erst im Mai von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet wird, sind die Handwerker verschiedener Gewerke voll im Einsatz, um bis Montagabend abzuschließen. Bis Montag müssen auch alle Bauzäune und Container verschwunden sein. Aus dem gesamten Bundesgebiet sind Helfer des Technischen Hilfswerk (THW) nach Lübeck gekommen, um das Containerdorf der Polizei auf dem Volksfestplatz fertig zu stellen. Sie sorgen für die Möblierung und technische Ausstattung der mehr als 300 Container.

THW-Helfer aus ganz Deutschland bauen ein Containerdorf.
THW-Helfer aus ganz Deutschland bauen ein Containerdorf. Foto: Ill
 

Ob die Lübecker die hochrangigen Politiker überhaupt zu Gesicht bekommen, ist derweil fraglich – als Folge der eingerichteten Sicherheitszonen. Auch aus der Luft sind keine Bilder zu erwarten, etwa durch Verwendung von Drohnen. „Für unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle“ gilt nämlich eine Flugbeschränkung. Drohnen dürfen am Dienstag und Mittwoch, 14. und 15. April, zwischen Geniner Straße, Moislinger Allee, Schwartauer Allee, Eric-Warburg-Brücke, Sandberg, Heiligen-Geist-Kamp, Moltkestraße, Hüxtertorallee und Kronsforder Allee nicht im Einsatz sein.

Auch der öffentliche Personennahverkehr wird erheblich beeinträchtigt sein. Wegen des G7-Außenministertreffens und der angekündigten Demonstrationen können die Linienfahrzeuge des Stadtverkehrs (SL) und der LVG ab kommenden Montag 17 Uhr bis Dienstag zum Betriebsende nicht mehr ihren normalen Linienweg über die Altstadtinsel fahren, wo täglich mindestens 30.000 Menschen zu- oder aussteigen. Alle Buslinen (!) müssen vom ZOB/Hauptbahnhof über den Lindenplatz zur Wallstraße und dann zum Mühlentorteller fahren. Von dort aus geht es weiter auf dem Linienweg Richtung Ratzeburger Allee und Kronsforder Allee, Richtung Gustav-Radbruch-Platz über Hüxtertorallee, Falkenstraße bis zum Gustav-Radbruch-Platz und weiter auf dem Linienweg. Die Linie 5 fährt ab Mühlentorteller über Hüxtertorallee und ab Moltkestraße weiter auf ihrem Linienweg.

Wichtig: Die Umleitungsstrecke wird in beiden Richtungen befahren. In der Wallstraße auf Höhe Mühlendamm und auf der Hüxtertorallee in der Nähe des Mühlentortellers werden an diesen Tagen Ersatzhaltestellen eingerichtet. „Aufgrund von längeren Fahrzeiten kann es zu Verspätungen kommen. Anschlüsse können nicht gewährleistet werden“, sagt Gerlinde Zielke, Sprecherin des Stadtverkehrs Lübeck: „Ab Mittwoch werden voraussichtlich alle Linien ab Betriebsbeginn wieder den normalen Linienweg fahren“, hofft Zielke jedoch.

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erstellt am 08.04.2015 | 10:00 Uhr

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