„Sieben Türme will ich sehen“

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (rechts)  wird die Schirmherr der Spendenkampagne „Sieben Türme will ich sehen“ übertragen von Lienhard Böhning.
Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (rechts) wird die Schirmherr der Spendenkampagne „Sieben Türme will ich sehen“ übertragen von Lienhard Böhning.

Auftaktveranstaltung zur Sanierung der Türme der Lübecker St. Marienkirche am Sonnabend

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26. November 2018, 18:08 Uhr

Während die Voruntersuchungen und deren Auswertungen am Dom zu Lübeck in vollem Gange sind, wird der Startschuss für die Sanierung der St.-Marien-Türme gesetzt. Am Sonntag, 2. Dezember, ist offizieller Beginn – dazu wird ab 16 Uhr in die Marienkirche geladen. Mit dabei ist auch Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). Er ist der neue Schirmherr der Spendenkampagne „Sieben Türme will ich sehen“ und folgt auf Lienhard Böhning, der dieses Amt fünf Jahre innehatte.

„Die sieben Türme bilden das Entrée der Stadt. Jeder, der hineinkommt, sieht sie als erstes“, so Jan Lindenau. Als er gefragt wurde, ob er die Schirmherrschaft übernehmen wolle, musste er nicht lange nachdenken: „Ich bin in Lübeck geboren und quasi mit den Türmen aufgewachsen“. Der 39-Jährige sei in den St. Marien-Kindergarten gegangen, in St. Marien getauft worden – wie auch sein Sohn – und habe hier geheiratet. „Und natürlich bin ich allen Innenstadtkirchen verbunden, ihre Türme prägen die Gesamtsilhouette der Stadt. Und wenn die Stadt schon kein Geld für den Erhalt der sieben Türme geben kann, so kann ich mich doch dafür einsetzen, die Spendenkampagne in die Breite zu tragen“.

Erste Ideen gibt es schon – und eine ganz konkrete: Am Sonnabend, 1. Dezember, werden von 12 bis 14 Uhr Politiker und Senatoren über den Weihnachtsmarkt gehen und Gelder für „Sieben Türme will ich sehen“ sammeln. Auch die Weihnachtskarten werden mit einem Spendenhinweis versehen. „Weitere Ideen sind das Projekt auf die Hansetage mitzunehmen, in die Travemünder Woche zu integrieren und die sieben Türme auch digital erlebbar zu machen“. Wer ihn kenne, so Lindenau, wisse, dass ihm die Ideen selten ausgehen. „Ich bin mir sicher, dass die Lübeckerinnen und Lübecker das Geld für die Sanierung der sieben Türme aufbringen werden. Das, was die Hansestädter schaffen wollen, schaffen sie auch. Und noch viel mehr“.

„Ich freue mich, das Staffelholz an Jan Lindenau zu übergeben“, erklärt Lienhard Böhning. Ihn habe die globale Anteilnahme an dem Projekt in seiner Schirmherr-Zeit sehr beeindruckt. „Wenn ein ehemaliger Lübecker vom anderen Ende der Welt anruft, um das Projekt zu unterstützen, ist das fantastisch. Für den 75-Jährigen stellen die sieben Türme ein Zuhause für alle Hansestädter dar, auch für die Weggezogenen. „Das ist uns Lübeckers nun mal so“, so Böhning schmunzelnd. Auch dass die Sanierung des Turms von St. Petri unter den veranschlagten Kosten blieb, freue ihn sehr. „Das war der erste Turm, den wir sanierten und natürlich fragten wir uns alle: Schaffen wir das? Wir haben es geschafft!“ Beeindruckt haben ihn in den vergangenen Monaten die Kirchengemeinde vom Dom zu Lübeck und St. Marien: „Beide sind mit großen Enthusiasmus in das Projekt eingestiegen“. Der Vorsitzende der Erich-Mühsam-Gesellschaft wünscht „Sieben Türme will ich sehen“ für die Zukunft jede Menge Kreativität, viele Spenden und Sponsoren und – ganz wichtig: „dass kein Unfall passiert“.

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