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Wahrzeichen Lübecks : „Sieben Türme sollst Du sehen“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

An diesem Sonntag: Der Unesco-Welterbetag fällt erstmals mit dem Tag des offenen Denkmals zusammen. Dazu gibt es zahlreiche Veranstaltungen in Lübeck.

Lübeck | Beide wollen das Gleiche: Der Kirchenkreis Lübeck Lauenburg möchte die Sieben Türme der Lübecker Innenstadt erhalten, weil sie inhaltlich unverzichtbar sind. Die Hansestadt Lübeck möchte die Sieben Türme der Innenstadt erhalten, weil die Stadt-Silhouette ein wesentlicher Bestandteil des „außergewöhnlichen, universellen Wertes“ des Unesco-Welterbes
„Lübecker Altstadt“ ist. Am Sonntag, 8. September, zugleich Tag des offenen Denkmals, laden daher in diesem Jahr unter der Überschrift „Sieben Türme sollst du sehen“ Stadt und Kirchenkreis gemeinsam zum Unesco-Welterbetag ein.

„Als weithin sichtbares Wahrzeichen verdeutlichen die Sieben Türme der Innenstadtkirchen die beeindruckende Geschichte der Stadt und die Rolle der Hansezeit in Lübeck“, begründete die Deutsche Unesco-Kommission ihre Entscheidung. Mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt wurde 1987 erstmals in Nordeuropa eine ganze Altstadt als Weltkulturerbe anerkannt. Ausschlaggebend waren dabei der bis zum heutigen Tag erkennbare Stadtgrundriss als ein harmonisches Gesamtkunstwerk, die neben den architektonischen Höhepunkten unversehrten Viertel der Altstadt in ihrer mittelalterlichen Struktur sowie die einzigartige von weitem sichtbare Stadtsilhouette.

Pröpstin Petra Kallies und Bausenator Franz-Peter Boden betonten am Donnerstag in St. Petri: „Die Sieben Türme sind zugleich Verpflichtung für Generationen, sie zu bewahren“. Zwischen 12 und 15 Uhr werden am Sonntag in allen Innenstadtkirchen stündlich kostenlose Führungen unter dem Motto „Sieben Türme sollst Du sehen“ angeboten.

Pröpstin Kallies betonte, dass die Kirchengemeinden allein den teuren Unterhalt der mächtigen Backsteinkirchen nicht finanzieren könnten. „Wir kriegen keinerlei Bundes- oder Landesmittel und sind auf Spenden und Sponsoren angewiesen.“ Und Senator Boden ergänzte, dass es seitens des Bundes Überlegungen gebe, das Welterbeprogramm, aus dem in Lübeck beispielsweise die Grabungen im Gründungsviertel bezahlt wurden, „in der nächsten Legislaturperiode neu zu diskutieren“. Er hoffe, dass der Bund seiner Verantwortung für Deutschlands ältestes Welterbe nachkomme und Geld für den Erhalt der Kirchen bereitstelle. Gebe es dann ein neues Programm, sei es wichtig, „große Projekte anmelden zu können“. Daher habe die Bauverwaltung Vorbereitungen für diesen Fall getroffen.

Der kommende Sonntag steht ganz im Zeichen der Sieben Türme.

>zum Kennenlernen in den fünf Innenstadtgottesdiensten am Vormittag.
> zum Besichtigen zwischen 12 und 15 Uhr jede volle Stunde – hier reicht das Angebot von der allgemeinen Kirchenführung über die beliebten Gewölbeführungen bis hin zu der Führung „auf den Spuren des heiligen Jakobus“ in St. Jakobi. St. Petri gibt Einblicke in die aktuellen Baumaßnahmen und die dort ansässige Bauhütte.
>zum Mitmachen zwischen 12 und 16 Uhr in St. Petri bedeutet für Kinder und Erwachsene die Gelegenheit das Leben eines Kaufmanns und des Lübecker Bürgers an den beiden prämierten Lübecker Welterbekoffern zu erforschen oder sich im mauern von Spitzbögen und Petrisäule zu versuchen.
>zum Schmecken im Petri-Café.
>zum Hören beim Abschlusskonzert an den drei Orgeln um 16 Uhr in St. Marien. Der Eintritt ist jeweils frei.


>Mehr Information unter www.kk-ll.de und www.unesco.luebeck.de



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