Sicherheit am Bahnhof

Stadt, Polizei und Deutsche Bahn wollen, dass keine Angsträume entstehen / Bahn will Toiletten verbessern

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04. Februar 2019, 14:11 Uhr

Vertreter von Stadtverwaltung, Polizei, Stadtwerke und Bahn verfolgen ein gemeinsames Ziel: Der Bereich um den Hauptbahnhof und den Zentralen Omnibusbahnhof (Zob) sollen sicherer werden.

„Lübeck ist eine sichere Stadt. Trotzdem gibt es Angsträume, um die wir uns kümmern müssen. Wir wollen das Sicherheitsgefühl stärken.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) die rund 30 Teilnehmer eines Workshops zum Thema „Städtebauliche Kriminalprävention“, zu dem die Verwaltung der Hansestadt eingeladen hatte. Das Ergebnis: Mit intelligenten Maßnahmen soll verhindert werden, dass Kriminalitätsschwerpunkte und Angsträumen entstehen.

„Es ist beeindruckend, wie mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen – etwa der Beleuchtung oder der sozialen Kontrolle – deutliche Verbesserungen der objektiven Sicherheitslage und des subjektiven Sicherheitsgefühls erreicht werden können“, fasste Lübecks Innensenator Ludger Hinsen (CDU), der den Workshop moderierte, die Ergebnisse zusammen. Neben der Verfolgung mittel- und langfristig erreichbarer Ziele – etwa im Zuge der geplanten Hotelneubauten – wurden auch sofort umsetzbare Maßnahmen beschlossen. So will die Deutsche Bahn jetzt kurzfristig ein neues Toilettenangebot im unmittelbaren Umfeld des Hauptbahnhofs schaffen. Außerdem wurde beschlossen, die gastronomischen Angebote zu verlagern und die nicht nur optisch störenden „Fahrradleichen“ auf den Stellflächen vor dem Bahnhofsgebäude zu entfernen.

Sicherheit und Sauberkeit sollen zudem durch Wiederbelebung und Weiterentwicklung der Ordnungspartnerschaft zwischen Polizei, Bahn und den städtischen Akteuren besser gewährleistet werden.

„Die positive Rückmeldung der Sicherheitsspezialisten zu unseren geplanten Neubaumaßnahmen im Umfeld des Hauptbahnhofs zeigt, dass die städtebauliche Qualität von Baumaßnahmen zu mehr Sicherheit im öffentlichen Raum beiträgt“, schloss Lübecks Bau- und Planungssenatorin Joanna Hagen (parteilos), deren Planungsverwaltung die Vorhaben im Bahnhofsbereich vorgestellt hatte, den Workshop.



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