Kein Strafverfahren : Sachverständiger hält Messerangreifer im Lübecker Bus für schuldunfähig

Der Linienbus wurde im Stadtteil Kücknitz abgeschleppt, nachdem bei einer Gewalttat in dem Bus mehrere Menschen verletzt worden waren. /Archiv
Der Linienbus wurde im Stadtteil Kücknitz abgeschleppt, nachdem bei einer Gewalttat in dem Bus mehrere Menschen verletzt worden waren. /Archiv

Versuchter Mord in 48 Fällen lautete der Vorwurf. Die Staatsanwaltschaft beantragt jetzt ein Sicherungsverfahren.

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28. November 2018, 16:59 Uhr

Lübeck | Knapp fünf Monate nach der Messerattacke in einem Lübecker Linienbus hat die Staatsanwaltschaft die Unterbringung des mutmaßlichen Angreifers in einer Psychiatrie beantragt. In der Antragsschrift im Sicherungsverfahren werde dem 34 Jahre alten Mann unter anderem Brandstiftung und versuchter Mord in 48 Fällen vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Der Mann hatte am 20. Juli im Wahn in einem Linienbus Feuer gelegt und mit einem Messer wahllos auf Fahrgäste eingestochen. Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft zwölf Menschen verletzt, für eines der Opfer bestand Lebensgefahr.

Da der 34-Jährige nach Auffassung einer forensisch-psychiatrischen Sachverständigen wegen einer psychischen Erkrankung zur Tatzeit schuldunfähig war, könne er nicht in einem Strafverfahren zur Verantwortung gezogen werden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Stattdessen muss das Gericht in einem Sicherungsverfahren über die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus entscheiden. Der 34-Jährige befindet sich bereits in der Psychiatrie.

Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

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