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Runderneuerung für Lübecks Stromnetz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Stadtwerke Netz GmbH investiert sechs Millionen Euro in ein neues Energierückgrat

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Die Stromversorgung in der Hansestadt Lübeck wird noch sicherer: Die Stadtwerke Netz GmbH investiert sechs Millionen Euro in ein neues Energierückgrat. Das bisher zentrale Umspannwerk an der Possehlstraße wird abgerissen. Dafür gibt es neue Leitungen rund um die Stadt.

Die bisherige Struktur um einen zentralen Versorgungsschwerpunkt am Geniner Ufer wird 2014 für 5,9 Millionen Euro in eine neue, dezentrale Architektur umgebaut. Hiermit wird nicht nur die Versorgungssicherheit weiter erhöht, auch der Stadtentwicklung mit einer Verlagerung der Verbräuche vom Zentrum an die Peripherie, unter anderem durch die Entstehung des Hochschulstadtteils, wird durch diese Maßnahme Rechnung getragen. In der Innenstadt und angrenzenden Bereichen sinkt der Stromverbrauch seit Jahren.

„Dieses Projekt ist das Fundament der Stromversorgung in der Hansestadt für die kommenden zwei Generationen“, sagt Marcus Böske. Kernelemente des Vorhabens sind der Abriss des knapp 50 Jahre alten Umspannwerkes am Geniner Ufer, die Errichtung eines Stützpunktes sowie die Erweiterung des Umspannwerkes St. Lorenz Süd.

„Nicht nur die Erzeugung wird künftig dezentral, auch der Aufbau der Netze wird es zunehmend. Das stärkt nicht zuletzt die Versorgungssicherheit, weil die Abhängigkeit von einigen wenigen, zentralen Elementen geringer wird“, erläutert Böske.

Zusätzlich wird in Strom gespart. Durch den zentralen Trafo sind die Leitung mit niedriger Spannung und damit hohen Verlusten sehr lang. Rund 2,5 Prozent des Stroms geht auf dem Transport durch das Niederspannungsnetz verloren. Mit dem neuen Netz wird die Strommenge eingespart, die etwa 100 Haushalte verbrauchen. Damit können auch die Netzentgelte stabil bleiben.

Insgesamt investiert die Stadtwerke Lübeck Netz GmbH rund 20 Millionen Euro in die Energie- und Wassernetze - das ist der höchste Investitionsanteil in den vergangenen Jahrzehnten. Schwerpunkte sind neben dem Umbau der Stromversorgung Erweiterungen des Fernwärmenetzes im Stadtteil Moisling sowie Investitionen in den Austausch und die Erneuerung von Leitungen und Anlagen für Erdgas und Wasser.

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