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Runden Tisch für Flughafen gefordert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Unternehmer möchte Investor zurück ins Boot holen

Nachdem Matthias Freitag, Eigentümer eines Reisebüros am Airport, Anzeige gegen den Not-Geschäftsführer des Airports, Siegmar Weegen wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs gestellt und ihre Ablösung beantragt hat (wir berichteten), legt der Unternehmer jetzt nach: Zusammen mit einem weiteren am Flughafen ansässigen Betrieb, dem Restaurant „Bruchpilot“, kritisiert Freitag in einem offenen Brief an Pannen, dass „keine weiterführenden Gespräche mit einem potenziellen Investor geführt werden, der schon 2012 das unserer Ansicht nach beste Konzept zur Fortführung des Flughafens vorgelegt“ hatte“ – die Düsseldorfer SBC Restrukturierung & Investment AG.

Diese hatte im November 2012 der Hansestadt vergeblich ein Angebot zum Erwerb von 90 Prozent der Geschäftsanteile der Flughafen Lübeck GmbH gemacht. Das dahinter stehende Konzept beruhte auf vier Säulen: Neben dem Linien- und Charter-Verkehren sollte Blankensee zum Stützpunkt für „Offshore-Windpark-Support“ werden. Außerdem war vorgesehen, den Flughafen „als Event-Location zu positionieren.“ Und dabei ging es auch darum, am Airport Urlaube buchen zu können. Somit kam Matthias Freitag mit seinem Reisebüro ins Spiel.

Freitag erstattet aber nicht nur Anzeigen, er reicht zumindest Pannen die Hand: Der Unternehmer schlägt vor, unter der Führung von Pannen einen runden Tisch zu bilden. An diesem sollen Land, Stadt, Airport und Betriebe teilnehmen. Ziel sei es, ein tragfähiges Gesamtkonzept zu erstellen. Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, hat Freitag in Zusammenarbeit mit dem Restaurant Unterschriften gesammelt. Bisher unterstützen 68 Personen – Unternehmer, Mitarbeiter, Besucher und Anwohner – die Forderung, das Konzept der SBC als Grundlage für weiterführende Gespräche zu nutzen.

Der Antrag auf seine Abberufung habe Freitag inzwischen zurückgezogen, sagte Klaus Pannen gestern. Einen Anlass für einen Runden Tisch sieht der Insolvenzverwalter jedoch nicht. „Ich möchte mit den Investoren persönlich verhandeln“, so Pannen. Er sei „guter Dinge“ die Gespräche im Juni zum Abschluss zu bringen.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 12:16 Uhr

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