Rot für den Kreisel

Unfallschwerpunkt in Lübeck: Der Lindenplatz soll eine rot unterlegte Fahrspur für Radfahrer erhalten. Das jedenfalls wünschen sich die Mitglieder der Lübecker Bürgerschaft.
Unfallschwerpunkt in Lübeck: Der Lindenplatz soll eine rot unterlegte Fahrspur für Radfahrer erhalten. Das jedenfalls wünschen sich die Mitglieder der Lübecker Bürgerschaft.

Bürgerschaft fordert eine rote Spur für die Radfahrer auf dem Lindenplatz

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01. Februar 2019, 15:52 Uhr

Auf mehreren Straße weisen in der Hansestadt rote Flächen die Spuren Radfahrer aus. Auch bei einigen der zahlreichen Kreisverkehren ist das der Fall. Auf dem unfallträchtigen Lindenplatz jedoch müssen Radfahrer die Autospuren nutzen. Das soll sich ändern. Die Lübecker Bürgerschaft hat sich auf der jüngsten Sitzung im Rathaus für eine rote Markierung auch auf Schleswig-Holsteins verkehrsreichsten Platz stark gemacht.

Die Kommunalpolitiker im Stadtparlament möchten mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen das Radfahren attraktiver und sicherer machen. Ein Hauptpunkt ist der Lindenplatz. Hier kommt es immer wieder zu schweren Unfällen – auch mit Todesfolge. Viele Radfahrer steigen deshalb ab und schieben ihre Rad lieber über die Gehwege und Fußgängerampeln. Auf Vorschlag der Grünen hat die Bürgerschaft deshalb beschlossen: „Zur Sicherung des Radverkehrs auf dem Lindenteller prüft die Stadtverwaltung die Aufbringung einer optischen Markierung, insbesondere eines roten Fahrbahnbelags.“ Außerdem soll es eine alternative Strecke für Radfahrer von und zum Stadtzentrum geben. Die Verwaltung wird aufgefordert, mit der Planung einer Stadtgrabenbrücke zwischen dem IHK-Areal und der Musik- und Kongresshalle (Muk) zu beginnen. Über die Notwendigkeit einer Stadtgraben-Querung wird seit vielen Jahren diskutiert. Sie würden Fußgängern und Radfahrer einen schnellen und vor allem direkten Weg in die Innenstadt bieten. Der Fahrzeugverkehr würden weiterhin über den Lindenplatz geführt.

Ein weiterer Punkt: Radfahrer sollen nicht mehr so lange an roten Ampeln stehen. Die Grünphasen für Autos und Fahrräder sollen in Zukunft „zeitlich gleichlaufen“. Und bei Baustellen sollen Zweiräder in Zukunft nicht mehr benachteiligt werden. Wenn Autos an der Baustelle vorbei geleitet werden, muss das auch für Radfahrer möglich sein.

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