Ratzeburger Allee wird 14 Monate zur Baustelle

Statt vier Spuren ab Montag in einem Abschnitt nur zwei Fahrspuren: Auf der Ratzeburger Allee wird es in den kommenden 14 Monaten noch längere Staus geben.
Statt vier Spuren ab Montag in einem Abschnitt nur zwei Fahrspuren: Auf der Ratzeburger Allee wird es in den kommenden 14 Monaten noch längere Staus geben.

In einigen Abschnitten muss die Hauptverkehrader Lübecks von vier auf zwei Spuren reduziert werden

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13. Februar 2015, 15:10 Uhr

Für Autofahrer wird es ab Montag eng auf einer der wichtigsten Einfallstraßen. In der Ratzeburger Allee (bis vor kurzem noch B207) wird über einen Zeitraum von 14 Monaten gebaut. Für jede Fahrtrichtung bleibt nur eine Spur erhalten, die zum Teil über einen Parkstreifen geführt wird. Mit erheblichen Behinderungen muss gerechnet werden - nicht nur in den Morgen- und Abendstunden.

Die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) werden ab Montag, 16. Februar, mit den Vorbereitungen zu einer großangelegten Baumaßnahme in der Ratzeburger Allee beginnen, der Trennung des Mischwasserkanals. Bei fälligen Sanierungen im Abwassersystem wird in Lübeck die Kanalisation geändert. Bisher flossen Regen- und Abwasser zusammen in einen Kanal. In Zukunft wird das Regenwasser von den Straßen getrennt gesammelt.

>Stadteinwärts wird es in der Ratzeburger Allee im Bereich von Haus Nr. 57 bis Haus Nr. 35 nur noch eine Fahrspur geben. Der Verkehr wird dann über den jetzigen Parkstreifen geleitet.

>Stadtauswärts wird es im Bereich der Ratzeburger Allee von Haus Nr. 44 bis Haus Nr. 80 auch nur eine Fahrspur geben. Es handelt sich hierbei um die erste von insgesamt sechs Verkehrslenkungsphasen, die in den nächsten zwölf Monaten nacheinander eingerichtet werden müssen. Die Entsorgungsbetriebe der Hansestadt haben nach eigenen Angaben mit der Baumaßnahme gewartet, bis die neue – einige Kilometer entfernt gelegene – Trasse der B207 fertig gestellt wurde. Damit hat sich das Verkehrsaufkommen auf der Ratzeburger Allee reduziert. Die jetzt zu erwartenden Behinderungen dürften besonders für die Mitglieder der Aktion „Spurwechsel“ interessant sein. Sie fordern seit Monaten, dass ein Fahrstreifen auf der Ratzeburger Allee zur Fahrradspur wird (wir berichteten). Das lehnt die Stadt bisher ab, da das Verkehrsaufkommen zu hoch sei. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob eine Spur für Autofahrer ausreicht.

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