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Polizei-Verpflegung für Bedürftige

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach dem G7-Gipfel kehrt in der Hansestadt langsam der Alltag ein und neue Aufgaben sind zu bewältigen

Die Hansestadt ist nach den Tagen des Ausnahmezustandes wieder in den Alltagsmodus zurückgekehrt. Fast jedenfalls, denn es gilt tatkräftig einiges abzubauen und Dinge nachzuholen, die wegen des Außenministertreffens der G7-Staaten aufgeschoben werden mussten.

11  000 Verpflegungsbeutel hatte die Polizei für die in Lübeck eingesetzten Beamten vorbereitet. 600 blieben am Ende der Einsatztage übrig. Sie wurden an die Lübecker Tafel, das „Café Wut“ und die Heilsarmee gespendet. Eigentlich sollten die Beamten, die aus weiter Entfernung zu dem Gipfel angereist waren, einen Verpflegungsbeutel für ihre Heimreise mitnehmen. Doch viele holten sich die Verpflegung nicht mehr ab und macht sich so davon. Die Polizeidirektion entschied sich daher dafür, die Verpflegungsbeutel zu spenden.

Der erste Empfänger war das „Café Wut“ (warm und trocken) an der Untertrave. Hier erhalten alle Menschen ein warmes Essen und im Notfall eine auch Unterkunft. Die Ehrenamtlichen von „Café Wut“ hatten schon vor dem Gipfel Kontakt zur Polizei, da die Einrichtung unweit des Hansemuseums – also in der temporären Sperrzone – angesiedelt ist. „Das erste Revier hat sich für unsere Gäste verbürgt“, berichtet Oliver Grell vom „Café Wut“. Die Einrichtung durfte daher während des Gipfeltreffens geöffnet bleiben. Von den Beuteln ist Oliver Grell angetan: „Sie enthalten eine Banane, ein Sandwich und Gebäck – alles was Kraft gibt.“ Die 160 Beutel werden in seinem Café bis heute am Abend verteilt sein.

Unterdessen werden die Versorgungseinrichtungen auf dem Containerdorf der Polizei auf dem Volksfestplatz an der Travemünder Allee abgebaut, die das Technische Hilfswerk zur Verfügung gestellt und betreut hatte. Unklar ist noch, was mit dem Großteil der Container geschehen soll. Über die jüngst vom Kieler Innenministerium ins Spiel gebrachte Idee, sie zur Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen (wir berichteten), ist noch nicht in der Bürgerschaft entschieden worden.

Ab sofort gilt auch wieder die Sperrung der Possehlbrücke in Richtung Berliner Platz. Sie musste eigens für die Konferenztage wieder befahrbar gemacht werden, um die Zufahrt zum Polizeihochhaus zu gewährleisten. Die Umleitung in Richtung Süden erfolgt über Possehlstraße – Wallstraße – Mühlentorplatz – Kronsforder Allee – Geniner Straße – Berliner Platz. Der Abriss der Possehlbrücke beginnt am 4. Juni.

Mit Hochdruck muss ab sofort an der Drehbrücke gearbeitet werden, nachdem hier eine Pause eingelegt worden war, da das Bauwerk zwischen den Sicherheitsbereichen MuK und Hansemuseum lag. Schon vor Monaten war für Mai ist der Einsatz eines riesigen Schiffhebekrans fest terminiert worden. Nun gilt es, verlorene Zeit aufzuholen, damit das fehlende Brückenteil wie geplant eingesetzt werden kann. Ab Montag, 20. April, werden Radfahrer-Schutzstreifen „An der Untertrave“ markiert. Es ist der Lückenschluss zwischen
Beckergrube und Engelsgrube. Die Fahrbahn wird auf zwei Fahrstreifen für den Kfz-Verkehr reduziert analog der bereits bestehenden Abschnitte. Die Schutzstreifen dürfen von Kraftfahrzeugen mitgenutzt werden, falls dies erforderlich ist. Damit gibt es eine durchgehende sichere Radverkehrsführung zwischen Holstenstraße und Kanalstraße.

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