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Polizei Lübeck: Dieser Einsatz ist eine besondere Herausforderung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Polizeichef Heiko Hüttmann: Es wird kein völliges Abriegeln der Lübecker Innenstadt geben

Das Großereignis wirft seine Schatten voraus: Während die einen sich freuen auf die internationale Politprominenz, die zum Außenministertreffen der G7-Staaten am 14./15. April in die Hansestadt kommt, befürchten andere, dass Lübeck großflächig abgeriegelt ist. Einwohner und Einzelhandel sind wenig begeistert. Jetzt hat sich die Polizei in die öffentliche Debatte um die Sicherheit eingeschaltet.

Schon im Spätsommer 2014 hat die Polizeidirektion Lübeck die Einsatzleitung an Direktionsleiter Heiko Hüttmann übertragen. „Mitte Oktober ist ein Vorbereitungsstab eingerichtet worden. Dieser Stabsbereich hat den Namen BAO 7 Türme erhalten. Die Planer werden von Kräften des Landespolizeiamtes in Kiel unterstützt“, sagt Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck. „Hier werden alle Erkenntnisse zusammengeführt, bewertet und abgestimmt. Auf dieser Grundlage wird die Einsatzvorbereitung bis zum Tagungszeitraum ständig aktualisiert und angepasst“, so Muhtz.

Zurzeit liegen bei der Versammlungsbehörde der Hansestadt Lübeck drei Anmeldungen für Demonstrationen und Kundgebungen vor. Hierzu finden im Februar die Kooperationsgespräche mit den Anmeldern und unter Beteiligung der Polizeidirektion statt. Ende Februar finde eine größere Einsatzbesprechung der polizeilichen Einsatzplaner, den vorgesehenen Abschnittsleitern und weiteren Verantwortlichen statt, teilt Muhtz mit.

„Nach Abschluss dieser Gespräche und Planungsbesprechungen beabsichtigen wir erneut die Öffentlichkeit über Einzelheiten zu informieren, voraussichtlich in der ersten Märzwoche“, sagt Leitender Polizeidirektor Heiko Hüttmann. Es sei erklärtes Ziel, „Beeinträchtigungen der Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt sowie ihrer Gäste so gering wie möglich zu halten“. Nach jetzigem Planungsstand sei im Zeitraum der Konferenz nicht mit umfassenden und längerfristigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu rechnen, so Hüttmann. Es werde einige Tage vorher ein Bürgertelefon der Polizei eingerichtet.

Für den Gesamteinsatz über mehrere Tage werden insgesamt rund 3000 Polizeikräfte eingesetzt. Die Polizeidirektion Lübeck werde von der Landespolizei SH und anderen Polizeien der Länder und des Bundes unterstützt. „Die Unterbringung der Beamten wird in Liegenschaften öffentlicher Träger, Hotels und in Wohncontainern erfolgen. Nach derzeitigem Stand werden 300 Container benötigt, deren Aufstellung auf dem Volksfestplatz in Lübeck geplant ist“, Polizeisprecher Muhtz.

Heiko Hüttmann, Leitender Polizeidirektor, blickt voraus: „Dieser Einsatz ist für die Polizei in Lübeck eine besondere Herausforderung. Wir wollen und werden unseren Beitrag dazu leisten, dass das G 7 Treffen der Außenminister in Sicherheit stattfinden kann. Gleichzeitig sollen aber auch angemeldete Demonstrationen ihren Platz finden können. Besonders liegt mir am Herzen, dass das normale öffentliche Leben in der Hansestadt Lübeck möglichst wenig beeinträchtigt wird. Schon jetzt ist erkennbar, dass es kein völliges Abriegeln der Innenstadt, sondern nur punktuelle temporäre Absperrungen, geben wird. Die Polizei in Lübeck wird darüber früh und umfassend informieren.“

 

 


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