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Polizei-Konzept zeigt erste Erfolge

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Seit Oktober weniger Wohnungseinbrüche und mehr Festnahmen in Lübeck und Ostholstein

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen – auch durch das verstärkte Auftreten organisierter Gruppen. Die Polizeidirektion Lübeck entwickelte daher ein regional abgestimmtes Bekämpfungskonzept, welches sehr flexibel ständig weiterentwickelt und der jeweiligen Lage angepasst wird. Behördenleiter Norbert Trabs: „Obwohl der Wohnungseinbruchsdiebstahl in unserem Zuständigkeitsbereich keinen Brennpunkt darstellt, habe ich dort einen Schwerpunkt gebildet. Wegen der damit oft verbundenen schweren Belastungen für Opfer haben wir eine besondere Ermittlungsgruppe eingerichtet.“

In der Bilanz des Winterhalbjahres (Oktober bis zum 23. März dieses Jahre) konnten die Fallzahlen deutlich gesenkt werden. Wurden im Jahr 2015/2016 in diesem Zeitraum in der Polizeidirektion Lübeck 696 Wohnungseinbrüche (davon 337 in Lübeck und 359 in Ostholstein) registriert, waren im gleichen Zeitraum 2016/2017 nur n noch 455 Taten (282 in Lübeck / 173 in Ostholstein). „Auch Ermittlungserfolge sind zu vermelden, wobei die drei nachfolgenden Fälle lediglich exemplarisch sind“, sagt Norbert Trabs: Nachdem eine Anwohnerin zwei sich auffällig verhaltende Personen im Heiligen-Geist-Kamp in Lübeck beobachtete und daraufhin die Polizei verständigte, konnten Beamte des 3. Polizeireviers eine Person im Nahbereich anhalten und kontrollieren. Bei der wurden diverse Gegenstände aufgefunden, die darauf hin deuteten, dass sie Einbruchstaten begangen hatte oder noch begehen wollte. Noch am selben Abend konnte ein versuchter Einbruch in ein Einfamilienhaus in direkter Nähe zum Kontrollort festgestellt werden, was zur vorläufigen Festnahme der kontrollierten Person führte.“

Am darauf folgenden Tag seien darüber hinaus ein vollendeter und ein versuchter Wohnungseinbruchdiebstahl in unmittelbarer Nähe festgestellt worden. Trabs: „Die Taten wurden aufgrund der Spurenlage ebenfalls der festgenommenen Person zugeordnet. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft.“

Über die Weihnachtsfeiertage kam es während der Abwesenheit der Wohnungsinhaber in Sereetz zum versuchten Wohnungseinbruchsdiebstahl. Unbekannte hatten versucht, mit brachialer Gewalteinwirkung das Schiebeelement der Terrassentür aufzuhebeln. Trabs: „Es entstand ein hoher Sachschaden. Vermutlich wurden sie bei der weiteren Tatausführung gestört und konnten unerkannt flüchten. Am Tatort wurden neben Fingerabdruckpuren an der Terrassenfensterscheibe auch Blutanhaftungen am äußeren Türrahmen festgestellt. Sie wurden gesichert und kriminaltechnisch untersucht. Dabei konnte ein Treffer erzielt werden. “ Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Tatverdächtige seit März wegen schwerem Bandendiebstahl in U-Haft in der JVA Berlin-Moabit einsitzt.

Für den Leiter der für die PD Lübeck zuständigen Bezirkskriminalinspektion, Kriminaldirektor Michael Sörnsen, steht dieser Fall beispielhaft für das Ziel einer deutlichen Verbesserung der Spurensuche und -sicherung an entsprechenden Tatorten.

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