Platz für Wohnungen

Abreißen oder erhalten? Das Gelände des ehemaligen Lübecker Güterbahnhofs wird überplant für Wohnungsneubau. Der alte Wasserturm soll erhalten bleiben.
Foto:
1 von 2
Abreißen oder erhalten? Das Gelände des ehemaligen Lübecker Güterbahnhofs wird überplant für Wohnungsneubau. Der alte Wasserturm soll erhalten bleiben.

Pläne für Brache am alten Lübecker Güterbahnhof vorgestellt

shz.de von
22. Juni 2016, 15:33 Uhr

Stückgut wird bei der Bahn in Lübeck schon lange nicht mehr verladen. Und so liegt das Gelände zwischen Kimbernweg und Hauptbahnhof seit Jahren brach. Das soll sich ändern: Aurelis Real Estate Mangement, ein ehemaliges Bahn-Unternehmen, hat Pläne vorgestellt für die Entwicklung des Bereichs am Fuße der Meierbrücke zwischen Bahngleis und Schützenstraße.

Der ehemalige Güterbahnhof umfasst rund 78  000 Quadratmeter. Aurelis Real Estate würde gerne noch Gartengrundstücke an der Schützenstraße dazu kaufen, die früher als Lärmschutz zum Bahnhof dienten. Rund 250 Wohneinheiten könnten auf der Fläche entstehen, 30 Prozent davon Sozialwohnungen. Der rund 450 Meter lange Schuppen für die Güterabfertigung könnte erhalten bleiben und neue Nutzung erfahren. Er bietet Platz für Kleingewerbe, Gastronomie und Kultur. Auch die Straße zum Schuppen wird nach den vorliegende Plänen nicht umgebaut. Hier sind ausreichend Parkplätze vorhanden.

In einer zweiten Linie folgt ein geschwungener Gebäudezug mit vier Geschossen und einem Staffelgeschoss. Dahinter sind Reihenhäuser angedacht. In Richtung Bahnlinien soll es einen großzügig ausgelegten Grünbereich geben. Der alten Wasserturm bleibt ebenfalls stehen. Er steht unter Denkmalschutz. Wie er genutzt werden kann, ist noch unklar. Da das neue und verkehrsgünstig gelegene Wohngebiet viele Familien anziehen wird, soll außerdem ein neuer Kindergarten entstehen.

Der Bauausschuss der Lübecker Bürgerschaft hat die Pläne zur Kenntnis genommen und gelobt. Am 18. Juli soll ein Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan gefasst werden.Danach könnte alles ganz schnell gehen.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen