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Platz am Strand für Nackte und Hundehalter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

FKK-Freunde müssen nicht vom Brodtener Ufer zum Travemünder Priwall ausweichen

Nächste Runde im Streit zwischen Hundebesitzern und Nacktbadern in Travemünde. Der Kurbetrieb Travemünde hatte geplant, den FKK-Bereich Brodtener Ufer komplett auf den Priwall zu verlagern (wir berichteten), um den Hundebesitzern mehr Raum zu geben. Das hatte Proteste ausgelöst. Jetzt scheint sich die Situation zu ändern. In Zukunft soll es am Brodtener Ufer eine Pufferzone zwischen Hundestrand und Naturbadestrand.

Der SPD-Ortsverein Travemünde hatte sich dann gegenüber der Lübecker Stadtverwaltung und im Travemünder Ortsrat dafür eingesetzt, das bisherige Nebeneinander von Hundestrand und FKK-Strand aufrecht zu erhalten. „Nunmehr ist auch in dem von Senator Bernd Möller (Grüne) geleiteten Fachbereich Umwelt, Sicherheit und Ordnung entschieden worden, dass Hundestrand und FKK-Strand am Brodtener Ufer bestehen bleiben“, berichtet Claus F. W. Pätow, Vorsitzender der SPD in Travemünde.

Diese Regelung soll für Frieden am Ostseestrand stiften: Der bisherige Hundefreilaufstrand bleibt bestehen. Daran anschließend wird ein Bereich ausgewiesen, in dem Hunde angeleint mitgeführt werden dürfen, der aber auch für FKK empfohlen wird. Für diese Strandabschnitte ist auch eine Strandreinigung durch den Kurbetrieb vorgesehen. Entsprechende Sondernutzungsgenehmigungen nach dem Landesnaturschutzgesetz sollen durch die Untere Naturschutzbehörde erteilt werden. Auch an dem anschließenden Naturstrand im Landschaftsschutzgebiet soll das Naturbaden ebenso wie das Mitführen angeleinter Hunde möglich bleiben. Durch eine klare Beschilderung soll das reibungslose Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen gewährleistet werden.

„Wir freuen uns, dass wir dazu beitragen konnten, die Vertreibung der Gäste des FKK-Strandes zu verhindern und hoffen, dass durch einsichtiges und rechtmäßiges Verhalten aller Beteiligten künftig Probleme vermieden werden und das seit Jahrzehnten funktionierende Nebeneinander von Hundestrand und FKK-Strand dauerhaft aufrecht erhalten werden kann“, so Pätow.

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