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Lübeck

24. September 2017 | 12:39 Uhr

Per Fernbus von Lübeck nach Berlin

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zwei Fernbus-Unternehmen haben die Hansestadt in ihr bundesweites Liniennetz aufgenommen. Ab heute sind Fahrten in die Bundeshauptstadt und quer durch Deutschland möglich.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 14:39 Uhr

Seit 1947 gibt es den Berlin-Linien-Bus der Bahn-Tochter Autokraft, der Lübeck mit der Bundeshauptstadt verbindet. Seit dem im Januar 2013 der Fernbusmarkt liberalisiert wurde, hat Lübeck nur wenig profitiert. Wer beispielsweise nach Berlin möchte, hatte bisher neben Autokraft nur die Bahn als das Flugzeug als Alternative. Bis jetzt: Denn heute startet die MFB Mein-Fernbus GmbH mit Sitz in Berlin eine neue Linie und nimmt Neumünster, Bad Segeberg und Lübeck in ihr Streckennetz auf. Jetzt geht es bis zu drei Mal am Tag von Neumünster über Lübeck und Schwerin nach Berlin. Der Streckenabschnitt zwischen Lübeck und der Bundeshauptstadt wird sogar bis zu vier Mal täglich bedient. In der Gegenrichtung geht es von der Stadt der sieben Türme bis zu zwei Mal am Tag nach Neumünster. Von Lübeck nach Berlin werden drei Stunden und 45 Minuten Fahrtzeit benötigt, die Fahrt nach Schwerin dauert eine Stunde und 15 Minuten.

„Wir freuen uns sehr, Lübeck, Bad Segeberg und Neumünster in das Mein-Fernbus-Netz einzubinden“, sagt Gründer und Geschäftsführer Torben Greve. Die neuen Linien seien „ein wichtiger Schritt zur Netzverdichtung“, so Greve. Bis Ende April vergrößert Mein-Fernbus seine Flotte um 72 Fahrzeuge auf insgesamt 223 Fernbusse, die auf 57 Linien verkehren. Lübeck ist jetzt einer von insgesamt 188 Abfahrstellen in Deutschland.

Aber nicht nur Mein-Fernbus macht der Bahn, Autokraft und anderen Anbietern in Lübeck Konkurrenz. Bereits seit ein paar Tagen ist der Anbieter Flix-Bus in der Hansestadt am Start. Das Fernbus-Unternehmen verbindet die Hansestadt mit neun Städten in Deutschland – mit Aachen, Bremen, Krefeld, Mönchengladbach, Rostock, Münster, Wismar, Oberhausen und Recklinghausen. Im Unternehmen ist man mit der Nachfrage „sehr zufrieden“, so Pressesprecherin Katharina Fliß. „Unserer Erfahrung nach sind Feiertagsverbindungen besonders ausgelastet. Am kommenden langen Osterwochenende sind auch die Flix-Busse ab Lübeck sehr gefragt.“

Eine steigende Nachfrage ist auch die Bilanz des seit einem Jahr liberalisierten Fernbusmarktes. Das geht aus der Marktstudie „IGES Kompass Mobilität – Fokus Fernbus“ hervor. So können Fahrgäste aktuell bundesweit aus 5100 innerdeutschen Fahrten pro Woche wählen. Eine Zunahme um 230 Prozent im Vergleich zum Januar mit noch 1540 wöchentlichen Fahrten. Das Potenzial der Liberalisierung zeigt sich am deutlichsten an der Zahl der klassischen Städte-Fernbuslinien, die seit Januar 2013 von 62 auf 138 zugenommen haben, ein Plus von 123 Prozent – von diesem Wachstum könnte auch Lübeck weiterhin profitieren.



Fahrkarten sind online unter www.flixbus.de und www.meinfernbus.de oder direkt an den Bussen (Abfahrt jeweils am Lübecker Zob) erhältlich.

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