Hansestadt Lübeck : Parkhaus am Holstentor: Sanierung statt Abriss

Das „Parkhaus am Holstentor“ in der Possehlstraße aus dem Jahr 1992 weist Betonkrebs auf.
Das „Parkhaus am Holstentor“ in der Possehlstraße aus dem Jahr 1992 weist Betonkrebs auf.

Parkhaus am Holstentor wird ab Ende Februar wegen der Sanierungsarbeiten für fünf Monate gesperrt sein.

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29. Januar 2020, 15:08 Uhr

Lübeck | Das „Parkhaus am Holstentor“ – erbaut 1992 – ist schwer baufällig. Das nicht einmal 30 Jahre alte Bauwerk an der Possehlstraße leidet an Betonkrebs und sei nicht zu retten. Mit dieser Aussage im August 2019 war das Ende besiegelt, ein Neubau beschlossen, doch jetzt gibt es eine Kehrtwende. Die Stadt will das Parkhaus ab Ende Februar schließen und sanieren, damit es weitere drei Jahre stehen kann.

Das Aufgrund notwendiger Sanierungsarbeiten am Rampenbauwerk wird das Parkhaus „Am Holstentor“ ab Sonnabend, 29. Februar, vorübergehend komplett geschlossen werden.

Ende Februar wird in Lübeck das Parkhaus am Holstentor für und fünf Monate gesperrt.
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Ende Februar wird in Lübeck das Parkhaus am Holstentor für und fünf Monate gesperrt.

„Der Betrieb konnte bisher nur unter einem regelmäßigen Monitoring aufrechterhalten werden. Die für die Statik Verantwortlichen haben nun kurzfristig entschieden, dass dieses Vorgehen ohne bauliche Verbesserungen an der Substanz nur noch bis Ende Februar mitgetragen werden kann. Die Bausubstanz ist durch sogenannte Betonkrebs sowie durch chloridinduzierte Korrosion („Lochfraß“) erheblich beeinträchtigt“, teilt die Stadt mit. So werden die 132 Dauerparker gebeten, bis zum 27. Februar ihren Pkw aus dem Parkhaus zu entfernen, das insgesamt 525 Stellplätze aufweist. Alternativen für den Bauzeitraum ständen in unmittelbarer Nähe auf dem Parkplatz Musik- und Kongresshalle sowie in den Parkhäusern Burgtor und Falkenstraße zur Verfügung, sagt der Parkhausbewirtschafter, die städtische KWL.

Die Hansestadt Lübeck sei bemüht, die Zeit der Sperrung so kurz wie möglich zu halten. Die Sanierung werde sich voraussichtlich auf vier bis fünf Monate benötigen.

Das weitere Vorgehen bezüglich des bestehenden Gebäudes wird in den kommenden Wochen in den Gremien der Lübecker Bürgerschaft beraten. Parallel dazu wird die Planung für den Neubau weiter entwickelt. Nach den Sanierungsarbeiten soll der Betrieb des Parkhauses für mindestens drei Jahre gesichert sein.


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