Bewerbung für Segelwettbewerbe : Olympia 2024: „Gemeinsam Segel setzen“ wird Lübecks Slogan

Als Partner der Hansestadt Hamburg möchte Lübeck die olympischen Segelwettbewerbe austragen. Ein Slogan und ein Logo wurden jetzt vorgestellt.

shz.de von
09. Januar 2015, 15:30 Uhr

Lübeck | Mit dem Slogan „Gemeinsam Segel setzen“ bewirbt sich die Hansestadt Lübeck als Partner Hamburgs für die Olympischen Spiele 2024 oder 2028. In Lübeck-Travemünde ließen sich olympische Segelwettbewerbe ohne größere Investitionen realisieren. Die notwendige Infrastruktur sei bereits vorhanden, sagte Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) bei der Vorstellung des Logos am Freitag. Das entspreche dem Wunsch des Internationalen Olympischen Komitees nach Spielen der Bescheidenheit und Nachhaltigkeit, sagte Saxe.

So sieht das Logo aus:

So sieht es aus, das Logo für die olympischen Segelwettbewerbe, für die sich Lübeck bewirbt.
Foto: Screenshot/luebeck.de
So sieht es aus, das Logo für die olympischen Segelwettbewerbe, für die sich Lübeck bewirbt.

Erstmals will Lübeck auf der „boot“ in Düsseldorf, der weltweit größten Wassersportmesse, mit seinem Olympia-Slogan werben. Von März an sollen die Plakate dann auch in Hamburg hängen. Bescheidenheit werde auch die Bewerbungsphase prägen, sagte Saxe. Bislang werde die Kampagne ausschließlich von Sponsoren finanziert.

Der Geschäftsführer der Travemünder Woche, Frank Schärffe, sagte, Travemünde habe in der Vergangenheit zur Genüge beweisen, dass es erfolgreiche Segel-Großveranstaltungen ausrichten könne.

Neben Lübeck bewirbt sich auch Kiel als Ausrichter olympischer Segelwettbewerbe, falls Hamburg als Kandidat für die Sommerspiele 2024 oder 2028 ins Rennen geht. Neben Hamburg hat auch Berlin Interesse bekundet. Die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds soll Ende März fallen.

Sollte sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bei seiner Mitgliederversammlung am 21. März für Berlin als deutsche Bewerberstadt entscheiden, soll die Berliner Bevölkerung zur Olympia-Bewerbung für 2024 befragt werden. Eine Abstimmung ist am 13. September 2015 geplant.

In Hamburg ist unterdessen noch keine Entscheidung über einen möglichen Termin der Befragung im Falle des Zuschlags durch den DOSB gefallen. „Wir gehen im Moment auch davon aus, dass es auf Herbst 2015 hinausläuft“, sagte Frank Reschreiter, Sprecher der Behörde für Inneres und Sport in Hamburg.

Auch im DOSB hielt man sich in Sachen des Zeitpunktes der Befragung noch bedeckt. „Den genauen Termin des Bürgerentscheids werden wir wie geplant mit der ausgewählten Stadt nach der Entscheidung der DOSB-Mitgliederversammlung im März erörtern“, erklärte Vorstandsmitglied Bernhard Schwank am Freitag. „Wie bereits in der Vergangenheit mehrfach betont, sind dabei die städtischen Rahmenbedingungen maßgeblich.“

Im Moment ist der Rückhalt in beiden Kandidatenstädten laut einer DOSB-Umfrage noch bescheiden. In Hamburg waren 53 Prozent der Befragten für Olympia, in Berlin nur 48 Prozent. Der DOSB plant Ende Februar eine erneute Umfrage. Eine Marketing-Kampagne unter dem Motto „Wir wollen die Spiele“ soll die Olympia-Begeisterung in der Hauptstadt entfachen. Aus der privaten Wirtschaft werden dabei  150.000 Euro bis zur Bekanntgabe der deutschen Kandidatenstadt im März fließen.

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