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Lübeck

19. November 2017 | 13:33 Uhr

Öffentliche Kunst per Mausklick

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neue Internetseite zeigt Datenbank mit sämtlichen Werken in Lübeck / Audioguide führt zu bekanntesten Exponaten

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 16:42 Uhr

Wer in Lübeck Kunst sehen möchte, geht schnell ins Behnhaus-Drägerhaus, besucht die Kunsthalle St. Annen oder schaut in der Overbeck-Gesellschaft vorbei. Doch nicht nur in Museen oder Sammlungen gibt es Skulpturen, Plastiken und Installationen zu sehen – schon beim Spaziergang durch Lübeck stößt man an vielen Ecken und Enden auf Kunst im öffentlichen Raum. Was meist jedoch fehlt, sind genauere Infos zu den Objekten, zu den Künstlern und überhaupt der generelle Überblick über das Kunstangebot an Hauswand und Co.

Das holt jetzt eine umfangreiche Datenbank des Lübecker Kulturbüros nach, die online einsehbar ist. Mehr als 400 Kunstwerke aus rund sechs Jahrhunderten – von mittelalterlichen Giebelfresken bis zu zeitgenössischen Installationen – sind hier jedoch nicht bloß alphabetisch geordnet, sondern detailliert beschrieben, bebildert und in eine interaktive Karte eingebunden.

Die neue Internetseite www.kunst-luebeck.de verschafft einen Gesamtüberblick über diese Kunstwerke. Zu den einzelnen Kunstwerken gibt es Fotos, kurze Beschreibungen sowie genaue Angaben zum Standort. Auch die Lebensläufe der Künstler können nachgelesen werden. Über die Stadtteil- oder Straßensuche kann nach dort befindlichen Kunstwerken gesucht werden. Auf einer interaktiven Stadtkarte sind die Standorte markiert.

Neben einer Stichwort-, Künstler- und Standortsuche bietet die Internetseite verschiedene Filter zur Einschränkung der Suche an. „So kann gezielt nach Kunstwerken in einem bestimmten Stadtteil oder einer Straße oder gesondert nach Materialien, beispielsweise Metall, Holz, Keramik, Glas oder Beton, sowie dem Entstehungsjahr oder einer Epoche geforscht werden“, sagt Nina Jakubczyk, Leiterin des Kulturbüros und „treibende Kraft“ bei diesem Internetangebot.

Eine Besonderheit stellen drei als Audioführungen angelegte Spaziergänge dar. So führt der Rundgang „Von der Puppenbrücke bis zur Katharinenkirche“ zu den bekannteren Werken, wie etwa der Figurengruppe „Die Fremden“ auf dem Dach der Musik- und Kongresshalle oder die Figuren von Ernst Barlach und Gerhard Marcks an der Fassade der Katharinenkirche.

Der zweite Rundgang, der unter anderem an den leuchtend roten Metallobjekten von HD Schrader und den Löwen auf der Burgtorbrücke entlang läuft, geht auch der Frage nach, wie sich Funktion und Gestalt der Kunst im öffentlichen Raum im Laufe der Zeit verändert haben. Der dritte Rundgang „Denk-Mal!“ erklärt die historischen Hintergründe ausgewählter Gedenkzeichen, Mahnmale und Denkmale der Stadt und zeigt, dass jede Zeit ihre spezielle Form des Gedenkens hatte, die sich auch in ihren Kunstwerken widerspiegelt.

Zusätzlich zu der Internetseite wurde eine mobile Version für Smartphones entwickelt, über die sich schnell die mit Geodaten verknüpften Kunstwerke finden lassen, die sich in der jeweiligen Umgebung befinden.


Internet: www.kunst-luebeck.de


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