Nun also eine Stiftungsuniversität

Der Protest:  Studenten der Uni Lübeck halten im Jlim 2010  in Kiel ein Transparent mit der Zahl der in Lbbeck gesammelten Unterschriften hoch. Es kamen  130344 Unterschriften gegen die geplante Streichung des Medizinstudiengangs in Lübeck zusammen.
Der Protest: Studenten der Uni Lübeck halten im Jlim 2010 in Kiel ein Transparent mit der Zahl der in Lübeck gesammelten Unterschriften hoch. Es kamen 130344 Unterschriften gegen die geplante Streichung des Medizinstudiengangs in Lübeck zusammen.

Landtag hat die Umwandlung der Universität zu Lübeck beschlossen

shz.de von
12. September 2014, 17:01 Uhr

Ein monatelanger Konflikt zwischen der ehemaligen Landesregierung unter Peter Harry Carstensen (CDU) und der Hansestadt Lübeck um den Erhalt der Universität hat jetzt formell ein Ende gefunden: Lübeck erhält zum 1. Januar 2015 die erste Stiftungsuniversität in Schleswig-Holstein. Das hat der Landtag am Freitag mit den Stimmen von SPD, Grünen, SSW und Piraten beschlossen.

Wie es in dem Gesetz heißt, verspricht sich die Landesregierung von der Umwandlung der Universität Lübeck eine Stärkung der Hochschulautonomie besonders in Personalangelegenheiten, bei der Bewirtschaftung der Finanzmittel und der Verwaltung der Hochschulliegenschaften. Mit mehr Autonomie soll auch die Effizienz steigen. Auch künftig erhält die Universität zu Lübeck Zuschüsse vom Land – von 2014 bis 2018 jährlich 25,7 Millionen Euro. Darüber hinaus kann sie Geld einwerben, etwa von Bürgern oder gemeinnützigen Stiftungen. Die Universität strebt in den ersten fünf Jahren zehn Millionen Euro an. Studiengebühren oder eine Privatisierung sind ausgeschlossen. Die 1964 gegründete Medizinische Hochschule mit 3300 Studenten hat bis heute ihren Schwerpunkt in der Medizin.

Vor der Abstimmung über das Gesetz zur Umwandlung der Rechtsform gab es Streit um eine kurzfristige Änderung der Zusammensetzung des Stiftungsrates durch die Koalitionsfraktionen. In dem Gremium soll nun zusätzlich beratend ein Personalrat sitzen. Die CDU sah einen Kniefall vor Verdi und einen gespenstischen Umgang mit der Opposition. Es gehe um Mitbestimmung, konterte die SPD.

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