Nie mehr „toter Winkel“

Mit einem installierten Kamerasystem kann der Lkw-Fahrer beim Abbiegen Radfahrer und Fußgänger sehen.
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Mit einem installierten Kamerasystem kann der Lkw-Fahrer beim Abbiegen Radfahrer und Fußgänger sehen.

Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) schaffen mehr als 100 Kamerasystems für ihre Müllfahrzeuge an

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26. Juli 2019, 13:54 Uhr

Lübeck | Der Albtraum eines jedes Lkw-Fahrers ist, beim Abbiegen einen Radfahrer oder Fußgänger zu übersehen. Die Lübecker Entsorgungsbetriebe (EBL) sorgen deshalb für Sicherheit: In 107 Fahrzeugen wurden Kameras und Monitore eingebaut. Der Fahrer hat damit Sicht auf den „toten Winkel“.

Eine gesetzliche Vorschrift für die Systeme gibt es noch nicht. Der Fachausschuss der Bürgerschaft für die Entsorgungsbetriebe hat im Frühjahr trotzdem der Anschaffung zugestimmt. Die Kosten pro Gerät liegen bei 1.500 Euro, den Einbau hat der städtische Betrieb selbst übernommen. 107 Fahrzeuge der Müllabfuhr und Straßenreinigung wurden so ausgerüstet. Nur Lkw, die in den kommenden Monaten ausgemustert werden, fahren noch ohne den Assistenten.

Die Entsorgungsbetriebe Lübeck ist das erste Unternehmen in Schleswig-Holstein, das zu den 114 Sicherheitspartnern des Bundesverkehrsministeriums gehört. Neben der Urkunde hat der Bund die Kosten für die Ausrüstung von zehn Fahrzeugen übernommen.

„Wir haben eine Vorbildfunktion“, sagt Lübecks Umweltsenator Ludger Hinsen (CDU). Er selbst ist allerdings im Moment nicht mit dem Fahrrad unterwegs. Sein Fahrrad wurde nämlich kurz vor dem Fototermin vor dem Verwaltungszentrum gestohlen. „Nur noch das aufgesägte Schloss und der Helm lagen dort“, muss der Umweltsenator feststellen. er.

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