Neues Leben in der Passage

So wird das Stadtteilbüro in aussehen, das 2020 in der Königpassage eröffnet wird.
So wird das Stadtteilbüro in aussehen, das 2020 in der Königpassage eröffnet wird.

Eigentümer der Königpassage hat erste Räume der Hansestadt Lübeck zur Nutzung übergeben

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07. Oktober 2019, 14:51 Uhr

Lübeck | Anfang der 90er Jahre wurden im Herzen der Altstadt mehrere Gebäude abgerissen für den Bau einer Einkaufspassage, die – mit Eingängen in der Königstraße und einem um die Ecke in der Fleischhauerstraße – Kunden anlocken sollte. Die Königpassage, eröffnet 1994, konnte die Erwartungen der Betreiber jedoch nie erfüllen. Leerstände signalisierten zuletzt den Niedergang des ehrgeizigen Immobilienprojekts. Jetzt wird eine neue Entwicklung erkennbar.

Am Montag wurden die ersten fertig ausgebauten Büroflächen in der Königpassage an die Hansestadt Lübeck übergeben, die in der Passage ab 2020 einen Bürgerservice mit diversen weiteren Verwaltungsnutzungen betreiben wird. Die Übergabe erfolgt zwei Monate früher als geplant. Im Januar soll die Passage zwischen Königstraße und Fleischhauerstraße auch einen neuen Namen bekommen.

Zunächst will die Verwaltung der Hansestadt auf den jetzt erhaltenen Flächen Personalräte unterbringen. Die aktuell übergebenen Büroflächen haben eine Größe von 360 Quadratmeter und liegen im zweiten und dritten Obergeschoss des Gebäudes an der Fleischhauerstraße 37. Im Mai des Jahres waren durch den neuen Inhaber – die Frankfurter ERWE Immobilien AG – zunächst die Rückbauarbeiten veranlasst worden, um im Anschluss mit der „Repositionierung der Passage“ beginnen zu können. In diesem Zusammenhang wurden mehrere Fahrtreppen demontiert und entsorgt, die nicht mehr benötigt werden. Parallel wurde Mitte Mai ein Bauantrag für den Ausbau des Stadtteilbüros bei der Bauaufsicht Lübeck eingereicht, mit dessen Genehmigung kurzfristig gerechnet wird, damit die weiteren Flächen für das neue Bürgerzentrum rechtzeitig hergerichtet werden können.

„Wir freuen uns, dass wir schon früher als geplant erste Flächen an die Stadt übergeben können und hoffen, dass der abgestimmte Zeitplan auch weiterhin so gut erfüllt werden kann“, sagt ERWE-Vorstand Rüdiger Weitzel. Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau hatte im April einen Mietvertrag über knapp 7.700 Quadratmeter Mietflächen in der Königpassage unterzeichnet. Die Eigentümer werden nach den Vorgaben der Stadt die Flächen in den Obergeschossen der Passage zu modernen Büros und einer Stätte für bürgernahe Dienstleistungen umbauen. Ergänzt wird diese Nutzung um ein Bürgerservicebüro im Erdgeschoss.

Durch die Anmietung hat sich die Ausrichtung der Passage und die zukünftige Nutzung geändert und ist weniger handelslastig. Im Januar erhält die Passage auch einen neuen Namen. Dann wird im Eingangsbereich der Passage ein Show-Room eröffnet, in dem Informationen und Ansichten der neu gestalteten Passage gezeigt werden.

„Der Service-Gedanke gewinnt für die Passage mehr und mehr an Bedeutung und wir können schon jetzt großes Interesse von Anbietern verzeichnen, die sich im Umfeld des neuen Bürgerzentrums ansiedeln wollen“, sagt Weitzel: „Konkrete Vertragsabschlüsse werden bis Jahresende erwartet.










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