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Neue Tourismuskampagne macht Kultur zum Glücksfaktor

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübeck bietet seinen Besuchern jetzt auch kulturelles Speed-Dating und einen neuartigen Kulturkatalog

Die Hansestadt Lübeck will ihre Kultureinrichtungen stärker touristisch vermarkten. Mit der Kampagne „Kultur macht glücklich“ folgen die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM), das Theater und die Museen der Stadt der landesweiten Schleswig-Holstein-Kampagne „Glückswachstumsgebiet“.

Die neue Kooperation der LTM mit den Kulturschaffenden der Stadt stärke die Wahrnehmung Lübecks als Kulturstadt im In- und Ausland, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende der LTM, Gabriele Schopenhauer, am Donnerstag. Der Geschäftsführende Direktor der Lübecker Museen, Dr. Hans Wißkirchen, sagte, die Zusammenarbeit mit der LTM werde helfen, die Kulturschätze der Stadt überregional bekannter zu machen. Nach Angaben von LTM-Geschäftsführer Christian Lukas, bleibt der klassische Lübeck-Besucher 1,98 Tage und will Bummeln, Einkaufen und auch Kultur erleben. Dem kämen Angebote wie das Speed-Dating in vier Museen entgegen, sagte er. Dabei soll der Gast in 60 Minuten auf vier Museen aufmerksam gemacht werden.

Was nach Marathon klingt, entpuppt sich als relativ entspannte Angelegenheit. 60 Prozent der Tagestouristen seien auch kulturinteressiert, sagen die Statistiker. Die Gäste haben nur nicht die Zeit, mehrere oder gar alle Museen zu sehen, dazu Konzert- und Theaterangebote zu genießen. Zudem überblickt ein vielleicht von weither angereister Gast nicht so schnell die Vielfalt der Möglichkeiten. Hier liefert der Kulturkatalog Hilfen.

Das Speed-Dating nimmt dem Gast in punkto Museen einige Entscheidungen ab. Für ein Ticket zu sechs Euro – erhältlich im Welcome Center am Holstentorplatz oder im Internet – kann man je 15 Minuten lang ein besonderes Stück der beteiligten Häuser kennen lernen. Diese Stücke werden für den schnellen Besucher inszeniert: Erklärungen, Einzelheiten, Hintergründe.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und die entsprechende Zeit mitgebracht hat – oder hierfür sogar einen weiteren Lübeckbesuch plant –, derkann für drei Euro zusätzlich das betreffende Haus in allen Einzelheiten erkunden, zeitlich unbegrenzt. Natürlich muss man nicht alle vier Häuser innerhalb von 60 Minuten aufsuchen. Das kann über den Tag verteilt geschehen. Das besondere Stück im Behnhaus in der Königstraße ist Edvard Munchs Gemälde „Die Söhne des Dr. Linde“. Im Willy Brandt-Haus wird ein Originalstück der Berliner Mauer gezeigt; als Symbol für die Politik des Friedensnobelpreisträgers, die die Voraussetzungen zur deutschen Einheit lieferte. Im Günter Grass-Haus wird es eine kleine Inszenierung rund um die Nobelpreisurkunde des Schriftstellers und Bildenden Künstlers geben, und im Buddenbrookhaus steht die Taufschale der Familie Mann im Mittelpunkt weiterer Informationen.

Neu ist auch ein Kulturkatalog, der in einer Auflage von 20  000 Exemplaren gedruckt worden ist. Er schildert auf 28 Seiten das umfangreiche Kulturangebot, vom Holstentormuseum über Travemünde bis zum Theater, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Nordischen Filmtagen. Auch Einzelheiten zu den alten Stadtkirchen und zum neuen Hanse-Museum sind aufgeführt. Dazu Reisevorschläge mit „Kultur- und Glücksmomenten“.

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