Neue Fähre sitzt auf dem Trockenen

Die „Priwall IV“ soll ausgemustert werden, doch die bereits fertig gestellte „Priwall VI“ findet nicht den Weg an die Trave.
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Die „Priwall IV“ soll ausgemustert werden, doch die bereits fertig gestellte „Priwall VI“ findet nicht den Weg an die Trave.

Priwall-Verkehr zeitweise eingeschränkt

shz.de von
14. August 2015, 13:55 Uhr

Eigentlich sollte die betagte Personenfähre „Priwall IV“ in diesem Jahr durch ein modernes Schiff abgelöst werden. Daraus wird wohl nichts: Die „Priwall VI“ sitzt in einer Werft nördlich von Magdeburg fest. Der Grund ist das historische Niedrigwasser der Elbe.

Die „Priwall IV“, die zwischen Travemünde-Mole und dem Strand Priwall pendelt ist in die Jahre gekommen und anfällig für technische Pannen. So versagte sie am vergangenen Sonnabend ihre Dienste. Da an dem besagten Wochenende das „Rolling Home“ des Passatchores auf dem Priwall stattfand, wollte der Betreiber – der Stadtverkehr Lübeck (SL) – nicht auf eine Personenfähre verzichten. So wurde kurzerhand eine Autofähre abgezogen, und sie übernahm den Dienst am beliebten Fußgängersteg. Die Folge: Nur eine Autofähre pendelte zwischen , die zwischen Travemünde-Hafen und dem Priwall. Mitten in der Hauptsaison sorgte das für Unmut bei vielen Fahrgästen, die lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.

Eigentlich sollte demnächst die neue Personenfähre „Priwall VI“ in Dienst gehen. Sie ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet und kann Fahrräder transportieren. Doch die neue Fähre lässt auf sich warten. Das knapp 25 Meter lange Schiff hat einen Tiefgang von 1,60 Metern. Beim derzeitigen Pegelstand der Elbe bei Magdeburg kann sie nicht zu Wasser zu gelassen werden. „Erst dann sind alle Tests und Abnahmen möglich“, sagt Gerlinde Zielke, Sprecherin des Stadtverkehrs Lübeck.

Mit der geplanten Einweihung der „Priwall VI“ werde es in diesem Jahr nichts mehr, so die Unternehmenssprecherin. Das Schiff werde erst in der Saison 2016 den Betrieb aufnehmen können. Für alle Priwall-Pendler bleibt derweil nur die vage Hoffnung, dass die alte Fähre „Priwall IV“ tapfer durchhält nach der Reparatur.

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