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Neue Bestimmung für ausgemusterte Instrumente

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kirche St. Jakobi nimmt alte Instrumente in Empfang, die überarbeitet für Flüchtlinge bestimmt sind

Die Kirchengemeinde St. Jakobi ist seit 2012 in der Flüchtlingshilfe aktiv: Es wurde Kirchenasyl gewährt, Flüchtlinge wurden betreut, Sprachkurse finanziert und auch Anwaltskosten bezahlt. Jetzt möchte das Team um Pastor Lutz Jedeck mit dem Aufruf zum Spenden von Instrumenten und einem Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingsinitiativen in Lübeck weiter helfen.

„Wir haben angefangen, Instrumente zu sammeln und freuen über viele weitere“, so Lutz Jedeck. Auch reparaturbedürftige können abgegeben werden – es wurden bereits Gelder gesammelt, mit denen Instrumente instand gesetzt werden können. „Die Instrumente werden dann an musikalische neue Mitbürger, die ihre eigenen Instrumente zu Hause lassen mussten, verteilt“. Geplant sei eine Gruppe, in der die Musikbegeisterten gemeinsam üben können. „Wir planen, dass Studenten der Musikhochschule, die ja selbst aus den verschiedensten Ländern stammen, gemeinsam mit den Flüchtlingen musizieren und sie auch unterrichten. Das Format ist zurzeit am Entstehen – vielleicht wird es ein Projekt, das ab November startet, je nachdem wie viele Instrumente zusammenkommen“, erklärt Arvid Gast, Professor an der Musikhochschule Lübeck und Organist an St. Jakobi. „Abgegeben werden können Gitarren, Blockflöten, Querflöten, Schlagzeuge, Trommeln, Geigen, Saxophon, Trompeten – um nur einige zu nennen“, sagt Pastor Lutz Jedeck. Entweder sie werden direkt in der Jakobi-Kirche abgegeben oder bei Küsterin Gundel Purgold, nach Anmeldung unter Telefon (0451) 308010.

Das war musikalisch „der erste Streich“, der zweite folgt am 1. Dezember: das Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingsinitiativen Lübeck mit Nils Landgren & Friends und der Internationalen Chorakademie Lübeck. „Wir haben Großes vor“, sagt Rolf Beck, künstlerischer Leiter der Chorakademie. Er sei sehr froh, dass mit dem Posaunisten Nils Landgren ein renommierter Musiker zugesagt habe. Die Chorakademie sei ein Beispiel für interkulturelle Zusammenarbeit: Musiker von Südafrika bis Israel, Brasilien bis Argentinien musizieren gemeinsam. „Vielleicht können auch Flüchtlinge mit musikalischer Ausbildung für einen Teil des Konzertes einbezogen werden“, so Beck. Das Konzert umfasst drei Teile: zunächst Nils Landgren mit fünf Musikerfreunden, den zweiten Teil mit der Chorakademie und einen dritten, gemeinsamen Part. „Es wird ein abwechslungsreicher Abend“, so Rolf Beck.

>Tickets für das Konzert am 1. Dezember um 19.30 Uhr in St. Jakobi sind für 15 und 26 Euro zuzüglich Vorverkaufs-Gebühren zu haben.

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