Neubau der Possehlbrücke drei Wochen in Zeitverzug

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17. Juli 2015, 14:48 Uhr

Bei den Bauarbeiten an der Possehlbrücke gibt es erneut eine Verzögerung. Die Baufirma prüft ein neues Abbruchkonzept. Der eigentliche Abriss der einen Seite konnte noch nicht begonnen werden, da zunächst ein Widerlager verstärkt werden muss. Das ist notwendig, damit nach Abbruch des östlichen Überbaus die Standsicherheit des bestehenden Teilbauwerks gewährleistet ist und dieses vom Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr während des ersten Bauabschnitts gefahrlos genutzt werden kann. Parallel dazu wird auf Vorschlag des Bauunternehmens ein alternatives Abbruchkonzept erarbeitet und geprüft, das sich positiv auf Bauzeit und –kosten auswirken soll. Dies hat jedoch zur Folge, dass die Baumaßnahme gegenüber dem ursprünglichen Terminplan insgesamt etwa drei Wochen in Verzug ist. Im geplanten Bauzeitrahmen bis zum Ende des ersten Quartals 2017 könnte dieser Zeitverlust aber möglicherweise ausgeglichen werden, teilte der Bereich Stadtgrün und Verkehr der Hansestadt am Freitag mit. Die 1956 erbaute Possehlbrücke ist als Spannbetonhohlkastenbrücke errichtet worden, wobei damals die alten Gründungspfähle aus Holz verwendet worden sind, die noch von der ersten Possehlbrücke von 1900 stammen. Spannungsrisse und "Betonkrebs" haben der heutigen Brücke derart zugesetzt, dass eine Instandsetzung unmöglich ist. Der Neubau kostet rund zwölf Millionen Euro.

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