Nachts: Shuttle-Bus rufen!

Die Busfahrerin Mirja Louven und Andreas Ortz, Geschäftsführer des Stadtverkehr Lübeck, stellten den neuen Serve vor.
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Die Busfahrerin Mirja Louven und Andreas Ortz, Geschäftsführer des Stadtverkehr Lübeck, stellten den neuen Serve vor.

Stadtverkehr Lübeck startet neues Angebot zusammen mit „CleverShuttle“

shz.de von
09. Februar 2018, 15:01 Uhr

Los geht’s: Der Stadtverkehr Lübeck (SL) bietet in Zukunft wieder einen Nachtbus an. Und der wartet mit Besonderheiten auf: Er fährt von Tür zu Tür. Der Kunde bestellt ihn per Mobiltelefon und bekommt minutengenau angezeigt, wann der Shuttlebus kommen wird. Das System wird zuerst an den Wochenenden in der Lübecker Innenstadt und im Stadtteil St. Jürgen getestet.

Der Stadtverkehr Lübeck unternimmt den Test als erstes Verkehrsunternehmen zusammen mit dem Unternehmen „CleverShuttle“ aus Berlin durch, das in einigen Großstädten ähnliche Projekte gestartet hat.

Die Funktion ist einfach: Der Fahrgast nutzt auf seinem Mobiltelefon eine entsprechende App, mit der er den den Kleinbus anfordert. Der Kunde bekommt angezeigt, wann der Wagen da ist, wie lang die Wegstrecke ist und was die Fahrt kosten wird. Ein Computer berechnet die optimale Route, um möglichst noch andere Fahrgäste mitzunehmen. „32 Prozent der Strecken teilen sich mehrere Fahrgäste“, so berichtet Bruno Ginnuth, der Geschäftsführer ist von CleverShuttle.

„Wir entwickeln den Öffentlichen Personennahverkehr weiter“, sagt Ulrich Pluschkell, Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtverkehrs Lübeck. Durch die Nutzung neuer Technologien werde ein besseres Angebot entwickelt. SL–Geschäftsführer Andreas Ortz geht davon aus, dass nach einem einjährigen Test das Angebot erweitert werden kann. Als Testgebiete habe man die Innenstadt und St. Jürgen ausgewählt, weil dort die meisten Studenten wohnten.

Als Grundpreis zahlt der Fahrgast 2,80 Euro. Der entfällt, wenn eine Wochen- oder Monatskarte vorliegt. Für alle Fahrgäste fällt ein „Komfortzuschlag“ von einem Euro pro Kilometer an. Dabei wird die kürzeste Strecke berechnet, Umwege durch weitere Fahrgäste müssen nicht bezahlt werden. Damit ist das System günstiger als ein Taxi. Eine Konkurrenz sei man aber nicht, betont Bruno Ginnuth. Der Shuttlebus spreche nämlich eher die Fahrgäste an, die kein Taxi nutzen würden.

Gestartet wird der neue Service kommenden Woche in der Nacht von Freitag auf Sonnabend, 17. Februar. Die kleinen Busse sind dann von 1 bis 5 Uhr unterwegs und abrufbar.

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