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Nachbarschaftsbeete in interkulturellen Gärten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Initiative Zukunfts-Werk-Stadt zieht Zwischenbilanz / Projekte bündeln Wissen und Ziele der Bürger

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2014 | 10:46 Uhr

„Ja, wir haben Ziele: 70 Hektar Obstwiesen in und um Lübeck, davon möchten wir zehn Hektar im Jahr 2014 bepflanzen!“ So stellte Heinz Egleder seinen aktuellen Stand des Teilprojekts der Zukunfts-Werk-Stadt „Hanse-Apfel“ vor. Nicht umsonst stand er beim Treffen vor einigen Tagen in seiner Pfadfinder-Uniform als einer von zehn Aktiven vor den etwa 40 Projektverantwortlichen und Teilnehmern der Lübecker „Zukunfts-Werk-Stadt“. Im Zuge dieser Initiative stiftet die Bundesregierung entsprechende Patenschaften zwischen Bürgern und Wissenschaft. So möchte Egleder unter anderem die kommende Generation gewinnen, sich für traditionelle Werte zu interessieren und für den Erhalt von Obstbäumen zu engagieren. Ihm ist es wichtig, Wissen über Sträucher, Bäume und Obst weiterzugeben.

Rückblick: Im Juni 2013 wurden die Ergebnisse der Lübecker Zukunfts-Werk-Stadt „Ein leises und klimafreundliches Lübeck“ und ein Leitfaden für den Bürgerdialog Bürgermeister Bernd Saxe und dem 1. stellvertretenden Stadtpräsidenten Klaus Puschaddel feierlich übergeben. Im September 2013 trafen sich die Arbeitsgruppen erneut. Die Bedeutung von Bürgerbeteiligung wurde zu Jahresbeginn von der Bundesregierung unterstrichen und auch gefördert. „Lübeck hat mit dem Bürgerdialog unter Einbeziehung von Wissenschaft in der Zukunfts-Werk-Stadt dahingehend wichtige Impulse gesetzt“, so Wissenschaftsmanagerin Dr. Iris Klaßen.

In der Zukunfts-Werk-Stadt können vielfältige Themenfelder diskutiert werden: Das Netzwerk „Essbare Stadt“ ist beispielsweise mit mehreren Teilprojekten aktiv. Regina Majeran berichtete von den „Nachbarschaftsbeeten in interkulturellen Gärten.“ Sie hat Freude daran, die unterschiedlichen Kulturen, aber auch Pflanzen beim gemeinsamen Gärtnern kennenzulernen. Gundula Bernhard setzt ihr Projekt „Erntevergnügen“, das 2013 sehr erfolgreich mit 33 Biogartenparzellen auf Gut Roggenhorst startete, in 2014 auf dem Gelände der Marli Werkstätten an der Wesloer Landstraße fort.

Am Beispiel des Quartiers an der Grönauer Baum Schule sucht Prof. Dr. Jürgen Tchorz, Institut für Akustik der Fachhochschule Lübeck, gemeinsam mit Partnern Lösungen für die Minderung von Lärm, Unfallgefahren und zugeparkten Anliegerstraßen. Hingegen möchte Prof. Dr.-Ing. Birger Gigla, Institut für Akustik der Fachhochschule Lübeck, mit seiner Arbeitsgruppe „Priorisierung von Verkehrsnutzungen und Verkehrsteilnehmern“ die Schulwege sicherer gestalten.


Im Zusammenhang mit der Initiative „Zukunfts-Werk-Stadt“ veranstaltet das Zentrum für Versorgungsforschung in Kooperation mit dem Wissenschaftsmanagement Lübeck unter dem Titel „Wo drückt der Schuh in der Gesundheitsversorgung?“ am Dienstag, 4. März, um 17 Uhr, im „Kesselhaus“ der Universität zu Lübeck einen Vortragsabend.


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