Lübeck-Kücknitz : Nach Anschlag auf Flüchtlingsheim: Polizei sucht Täter mit Plakaten

Die im Bau befindliche Asylunterkunft in Lübeck-Kücknitz in der Solmitzstraße.
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Die im Bau befindliche Asylunterkunft in Lübeck-Kücknitz in der Solmitzstraße.

10.000 Euro für Hinweise: Die Polizei in Lübeck sucht mit Hochdruck nach Brandstiftern, die Feuer in einem im Bau befindlichen Asylbewerberheim gelegt haben.

shz.de von
04. Juli 2015, 10:23 Uhr

Lübeck | Nach dem Brandanschlag auf eine im Bau befindliche Flüchtlingsunterkunft in Lübeck sucht die Polizei jetzt mit Hilfe von Plakaten nach Zeugen. Das teilte die Polizei am Sonnabend mit. Für die Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, hat die Staatsanwaltschaft in Lübeck eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

In der Solmitzstraße im Stadtteil Kücknitz baut eine städtische Wohnungsgesellschaft derzeit eine aus acht Doppelhäusern bestehende Unterkunft für rund 120 Flüchtlinge. Hier sollen Menschen einziehen, die bereits einen Asylantrag gestellt haben und der Kommune vom Land zugewiesen werden. Die Stadt rechnet damit, dass sie in diesem Jahr bis zu 2000 Flüchtlinge aufnehmen muss.


„Asylantenheim Nein Danke!“: Ermittler entfernen Aufkleber an einem Bauzaun.d
Foto: Holger Kröger
„Asylantenheim Nein Danke!“: Ermittler entfernen Aufkleber an einem Bauzaun.

Am vergangenen Montag hatten Unbekannte in dem Rohbau im Stadtteil Kücknitz Feuer gelegt. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. In der Nähe der Brandstelle wurden entsprechende Schmierereien gefunden.

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