Lübeck : Nach Angriff auf Fußgänger: Tatverdächtiger muss in U-Haft

Zwei Männer greifen einen 33-Jährigen am helllichten Tag an. Ein Täter wird verhaftet, der andere ist auf der Flucht.

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14. Mai 2020, 10:26 Uhr

Lübeck | Nach dem Überfall auf einen Mann in der Lübecker Katharinenstraße am Dienstagnachmittag hat das Amtsgericht Lübeck gegen einen der beiden Tatverdächtigen einen Untersuchungshaftbefehl erlassen. 

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand war ein 33-jähriger Lübecker gegen 14.20 Uhr auf dem parallel zur Katharinenstraße verlaufenden Geh- und Radweg (Bahnweg) zu Fuß in Richtung Innenstadt unterwegs, als er unvermittelt durch zwei Männer von hinten angegriffen wurde. Einer der Täter schlug ihm mit einem Gegenstand auf den Kopf. Der zweite Täter versuchte, den 33-Jährigen mit einem Messer im Bereich des Oberkörpers und des Kopfes zu verletzen. Außerdem sollen beide Täter auf das zu Boden gegangene Opfer eingetreten haben.

Dem Geschädigten gelang es schließlich zu fliehen, woraufhin die Tatverdächtigen ebenfalls vom Tatort flüchteten. Das Opfer musste in einem Lübecker Krankenhaus behandelt werden. Lebensgefahr bestand nicht.

Hintergründe der Tat noch unklar

Bei der anschließenden polizeilichen Fahndung konnte einer der Tatverdächtigen, ein 31 Jahre alter Mann aus Lübeck, auf dem Gelände einer Tankstelle in der Berliner Straße widerstandslos festgenommen werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Lübeck am Mittwoch Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den 31-jährigen erlassen. Der Beschuldigte schweigt bislang zu dem Tatvorwurf. Er wurde unter Auflagen vom Vollzug der Untersuchungshaft verschont.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Zweiter Täter ist flüchtig

Der zweite Täter ist weiterhin flüchtig. Er wurde wie folgt beschrieben:

  • Alter Anfang 30
  • 170 bis 180 Zentimeter groß
  • schwarze Haare
  • heller Hauttyp
  • bekleidet mit einer langen grauen Jacke

Die Polizei bittet Zeugen, die das Tatgeschehen beobachtet haben und die Hinweise zu dem zweiten Täter geben können, sich unter den Rufnummern 0451/131 4750 oder 0451/1310 an die Bezirkskriminalinspektion Lübeck zu wenden.

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