Nabu klagt gegen Deponie Ihlenberg

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31. Januar 2014, 15:48 Uhr

Der Naturschutzbund (Nabu) Mecklenburg-Vorpommern klagt gegen die mecklenburgische Deponie Schönberg-Ihlenberg vor den Toren Lübecks. Streitpunkt sei eine Multifunktionsdichtung, mit der eine rund 12,7 Hektar große Altablagerungsfläche der Sondermülldeponie abgedeckt werden solle, teilte der Nabu gestern in Schwerin mit. Zur Begründung heißt es, die Plangenehmigung selbst gehe davon aus, dass ohne die Multifunktionsabdichtung die gesetzlichen Anforderungen an die Dichtigkeit der Deponie nicht gewährleistet seien. Sie stelle selbst fest, dass auf die Deponie überhaupt nur auf dieser Grundlage weiter abgelagert werden darf. Der Nabu befürchtet, dass die Ablagerung weiterer gefährlicher Abfälle jetzt erst ermöglicht werde. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine Beteiligung der Öffentlichkeit seien seit Jahren nicht erfolgt. Es sei deshalb auch nicht untersucht worden, ob das Gewicht des neuen Mülls den Austritt von Schadstoffen aus der nach unten offenen Deponie erhöhen würde.

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