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Typisierungsaktion : Mutter und Tochter an Leukämie erkrankt

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Ein Schicksalsschlag, wie er schlimmer kaum sein könnte. Eine Mutter aus Lübeck bekommt die Diagnose Leukämie. Doch damit nicht genug: Kurze Zeit später wird auch bei ihrer Tochter Blutkrebs festgestellt. Nur eine Stammzelltransplantation kann jetzt noch das Leben der beiden retten.

Lübeck | „Dass wir geeignete Spender finden, ist für uns der größte Wunsch.“ – Gemeindevorsteher Bernd Poggemöller hat Hoffnung. Zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei und weiteren Kirchenkreis-Freunden hat er eine groß angelegte Typisierungsaktion in Lübeck organisiert. Zehntausende Flyer wurden verteilt, um auf das Schicksal von Diana (32) und Tochter Johanna (6) aufmerksam zu machen. Beide sind Mitglieder in der Gemeinde von Bernd Poggemöller. „Es geht ihnen zurzeit nicht so gut. Der Mutter geht es sogar noch schlechter, weil die Krankheit bei ihr noch intensiver ist.“ Beide befinden sich in einer Spezialklinik außerhalb von Lübeck. Trotzdem werden sie ständig auf dem Laufenden gehalten, wie es mit der Aktion vorangeht. Sie freuen sich sehr über die Anteilnahme und die Hilfe, die ihnen angeboten wird.

Über das Internet können Mutter und Tochter aber auch selbst die Geschehnisse verfolgen. Rege Beteiligung gibt es über soziale Netzwerke. Die für sie eigens eingerichtete Facebook-Seite „Lübecker Familie kämpft ums Überleben“ zählt bereits über 1600 „Gefällt mir“-Angaben. Für Gemeindemitglied und Gründer der Seite, Aljosha Pokrandt, war es eine Selbstverständlichkeit. „Mit dieser riesigen Resonanz habe ich trotzdem nie gerechnet. Knapp 52.000 haben die Seite schon besucht und das motiviert natürlich.“

Dass sowohl Mutter als auch Tochter an Leukämie erkrankt sind, ist äußerst selten. „Um ehrlich zu sein, habe ich so etwas noch nie erlebt“, so Annika Schirmacher von der DKMS. Nach aktuellem Wissensstand geht man davon aus, dass Blutkrebs nicht erblich ist. Daher sei dieser Schicksalsschlag auch besonders ungewöhnlich.

Um Betroffenen wie Diana und Johanna aus Lübeck dennoch helfen zu können, ist es umso wichtiger, dass sich immer mehr Menschen typisieren lassen. Dabei werden lediglich fünf Milliliter Blut entnommen. „Das ist gerade mal so viel wie ein Teelöffel und für den Spender ein maximaler Zeitaufwand von zehn Minuten“, so Schirmacher. Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren darf sich registrieren lassen – kostenlos. Die DKMS muss pro Typisierung aber 50 Euro zahlen, deshalb sind Spenden natürlich gern gesehen. „Auch kleine Beträge helfen. Jeder Euro zählt.“ Bisher sind schon 20.000 Euro zusammengekommen.

Spendenkonto:
Empfänger: DKMS
Bank: Berliner Bank
BIC: DEUTDEDB110
IBAN: DE23100708480151231810

Bei der Aktion in Lübeck werden bis zu 2000 Teilnehmer erwartet – diesen Samstag, am 10. Mai in der Neuapostolischen Kirche in Lübeck (Ellerbrook 2-14). Von 10 bis 16 Uhr ist jeder herzlich willkommen.

Mehr Informationen auf: www.dkms.de

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erstellt am 07.Mai.2014 | 20:19 Uhr

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