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Lübeck

20. Oktober 2017 | 13:01 Uhr

Muk sorgt für Millionen-Umsatz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der kommenden Woche wird die Bürgerschaft über den 15 Millionen Euro teuren zweiten Bauabschnitt der Musik- und Kongresshalle entscheiden. Im Vorfeld hat die Muk-Geschäftsführung e ein Gutachten vorgelegt, das die wirtschaftlichen Effekte der Gesellschaft aufzeigt. Demnach sorgt die Musik- und Kongresshalle für rund 29 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Vor knapp einen Jahr hat Muk-Geschäftsführerin Ilona Jarabek die Untersuchung in Auftrag gegeben. Ziel sei es gewesen, die Bedeutung des Hauses für die Hansestadt bekannt zu machen. Und die sei nicht nur im kulturellen Bereich deutlich, sondern auch wirtschaftlich.

Andreas Lorenz, Geschäftsführender Gesellschaft der Tourismus Plan B GmbH, hat die Untersuchung durchgeführt. Die volkswirtschaftlichen Effekte des Hauses erläutert er an einem Beispiel: An einem verkauften Brötchen in der Muk verdient ein Bäcker, der das Mehl bei einem anderen Betrieb einkauft. Die Mühle kauft das Korn bei einem Landwirt. Über die Zusammenhänge gibt es lange Tabellen ... Dazu kommen die bekannten Werte aus dem Tourismus. Ein Tagesbesucher sorgt für rund 30 Euro Umsatz am Tag, ein Übernachtungsgast 135 Euro. Abgefragt wurden auch die Ausgaben der Veranstalter. Ergebnis: Aus jedem Euro Umsatz in der Musik- und Kongresshalle werden volkswirtschaftlich 2,8 Euro. „Ein sehr guter Wert“, urteilt Lorenz. Und von den insgesamt 29 Millionen Euro bleiben 72,3 Prozent in Lübeck, also gut 23 Millionen Euro.

Bürgermeister Bernd Saxe ist zuversichtlich, dass die Bürgerschaft in der kommenden Woche die Gelder frei geben wird, damit der Landeszuschuss von rund fünf Millionen Euro in Anspruch genommen werden. Dass es Förderungen von dritter Seite geben wird, glaubt er nicht. Die Stadt werde dennoch in dieser Hinsicht alles versuchen. Der städtische Anteil von zehn Millionen Euro über fünf Jahre sei aber „zu stemmen“, so Saxe.


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