zur Navigation springen
Lübeck

17. Oktober 2017 | 03:21 Uhr

MuK-Konzertsaal bis Ostern 2017 zu

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Rund sechs Millionen Euro müssen in baufällige Musik- und Kongresshalle investiert werden – Nur noch Veranstaltungen in der Rotunde

Der Schock sitzt tief: Ende September musste der Konzertsaal der Musik- und Kongreßhalle (MuK) geschlossen werden. Grund: Die Saaldecke ist einsturzgefährdet. Architekten und das Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck (GMHL) haben die Erkenntnisse von knapp 15 Fachplanern, Sachverständigen, Gutachtern und ausführenden Firmen zusammengetragen. Ergebnis: Die Sanierung des Konzertsaales kostet über sechs Millionen Euro und wird bis Frühjahr 2017 dauern. Bis dahin kann nur das Foyer genutzt werden. Für die Sanierung des restlichen Gebäudes und der Außenfassade liegen noch kein Zeit- und Kostenpläne vor. Die Sanierung des Konzertsaales kostet über sechs Millionen Euro und wird bis Frühjahr 2017 dauern. Bis dahin kann nur das Foyer der MuK genutzt werden. Für die Sanierung des restlichen Gebäudes und der Außenfassade liegen noch kein Zeit- und Kostenpläne vor.

Aufgrund der Untersuchungsergebnisse steht fest, dass neben des Austauschs der abgehängten Akustikdecke im Konzertsaal „eine umfängliche Sanierung, auch aus brandschutztechnischer Sicht“, notwendig ist. Nur so könne die Verkehrssicherheit hergestellt und der Saal für die Nutzung wieder frei gegeben werden.

Was muss in der MuK alles gemacht werden bis zur Freigabe im Frühjahr 2017?

> Die Baustelleneinrichtung inklusive Sicherungsmaßnahmen wie Einlagerung der Bestuhlung, Schutzabdeckungen der Akustikwände und des Bühnensegels sowie das Aufstellen des Baugerüsts. Kosten rund eine Million Euro brutto,
> Der Abbruch der alten Decke sowie der Einbau der neuen Akustikdecke – rund
1,3 Millionen Euro brutto,

> Baukonstruktive Einbauten für brandschutztechnische Ertüchtigungen – rund
200000 Euro brutto,
> Die erforderlichen elektro- und lüftungstechnischen Brandschutzmaßnahmen sowie Maßnahmen im Bereich der Beleuchtungstechnik – rund 1,8 Millionen Euro brutto,

>Die Bau-Nebenkosten inklusive der erforderlichen Fachplanungen beispielsweise für Akustik, Brandschutz, Trockenbau, technische Gebäudeausstattung, Hochbau etc. – rund 1,7 Million Euro brutto.

„Es ist sinnvoll, die Sanierung der MuK jetzt vollständig und umfassend anzugreifen, damit wir in den nächsten Jahren mit einer modernen, multifunktionalen Veranstaltungsstätte die erfolgreiche Arbeit im Konzert- und Kongress-Sektor fortsetzen können“, sagt Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). „Wir werden alles tun, um die haushaltsmäßige Ordnung der Mittel jetzt herzustellen.“ Bausenator Franz-Peter Boden (SPD): „Zur Sanierung des Konzertsaals liegt uns eine seriöse Planung vor, die die im Laufe der letzten 22 Jahre erheblich geänderten Vorschriften, zum Beispiel Brandschutz, einbezieht und den Konzertsaal auf den neuesten Stand bringt. Leider sind wir auch in diesem Fall nicht vor Überraschungen gefeit, da es sich um ein bestehendes Gebäude handelt. Aus diesem Grund haben wir einen Zeitpuffer in die Planungen eingebaut, damit der Termin im Frühjahr 2017 gehalten werden kann.“

Die übrigen Räume wie das Foyer mit Rotunde sowie die Tagungsräume sind nicht betroffen und stehen für Veranstaltungen zur Verfügung. Entsprechend bietet die MuK Veranstaltern alternativ die Rotunde an: Konzerte – auch klassische wie die des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt und des NDR Sinfonieorchesters – sowie Tagungen haben bereits dort stattgefunden, weitere Veranstaltungen sind in Planung. „Es werden derzeit in Absprache mit den Veranstaltern für die Rotunde verschiedene Maßnahmen wie Verdunklung, Sichtschutz sowie Akustik geprüft, um die Nutzung der Rotunde als Veranstaltungsort für klassische Konzerte zu optimieren“, sagt Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der MuK.

Zugleich wird eine umfassende Bestandsaufnahme des Veranstaltungshauses vorgenommen, um den gesamten Investitionsbedarf fundiert zu ermitteln. Bereits bekannt sind Schäden an der Fassade, der Dach- und Kellerabdichtung sowie optische Abnutzungen an Ausstattungsgegenständen und Bauteilen im Veranstaltungsbereich, die behoben werden sollen. Darüber hinaus müssen technische Einrichtungen des Brandschutzes, der Sicherheitsbeleuchtung, der Fluchtwegsteuerung und der allgemeinen technischen Gebäudeausstattung auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Erste Aussagen zu diesen Kosten und den damit verbundenen Zeitplan sollen noch vor Weihnachten 2015 vorliegen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen