Motto: „Frauen grenzenlos“

Gleichstellungsbeauftragte aus den Hansestädten Wismar und Lübeck laden im September und Oktober ein

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10. September 2019, 17:32 Uhr

Lübeck | „Frauen grenzenlos“ ist der Austausch betitelt, zu dem Petra Steffan und Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Partnerstädte Wismar und Lübeck, im September und Oktober einladen.

Nachdem es bereits intensive Kontakte vor fünf Jahren gegeben hatte, und die Gleichstellungsbeauftragten der beiden Hansestädte Wismar und Lübeck auch in den Folgejahren ihre Zusammenarbeit mit kleinen Veranstaltungen lebendig hielten, gibt es jetzt – 30 Jahre nach dem Mauerfall – einen intensiven Austausch zwischen Frauen aus Wismar und Lübeck.

Die Wismarerin Petra Steffan sagt: „Der 9. November 1989 veränderte das Leben in beiden deutschen Staaten, und die Politik erklärte das Ziel, Ost- und Westdeutschland rasch wieder zu einem geeinten Deutschland zu machen. Verbunden damit waren auch viele Träume und Wünsche der Einzelnen. Aufgrund unseres gelebten Austausches erfahren wir immer wieder, dass es noch immer viele feste Bilder über Ossis und Wessis in den Köpfen gibt – und auch wenig Wissen über den Alltag von Frauen hier und dort.“

Mit der Idee und Frage, wie sich Grenzen nicht nur räumlich überwinden lassen, haben sie Frauen, die in Wismar leben und Frauen, die in Lübeck leben, gefragt, „was Grenzen überwinden“ und „Heimat“ für sie bedeutet. „Mit dem Kalender ‚Frauen grenzenlos‘ geben wir Lübeckerinnen und Wismarerinnen ein Gesicht und eine Stimme – und bringen sie mit den Zitaten ins Gespräch“, erläutert Elke Sasse die Idee, die hinter dem Kalender steht, den die beiden Kolleginnen für das Jahr 2020 konzipiert haben.

Finanziell ermöglicht haben den Kalender der Verband Frau und Kultur e.V., Gruppe Lübeck, die Stiftung für das Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern und das BMFSFJ.

Mit dem Besuch von Frauen aus Wismar in Lübeck am Mittwoch, 18. September, wird der Austausch lebendig: 20 Frauen aus Wismar besuchen die Lübecker Stadtmütter und erkunden bei einer Stadtführung durch die Altstadt, wie nach dem Krieg Integration verlief.

Nach dem Empfang im Rathaus durch Silke Mählenhoff als stellvertretende Stadtpräsidentin gibt es in Kooperation mit dem Evangelischen Frauenwerk einen Workshop, bei dem der Austausch durch künstlerisches Experimentieren fortgesetzt wird.

Wenn Frauen aus Lübeck am 2. Oktober nach Wismar reisen, wird das „Grenzen überwinden“ auch dort in einem Workshop im Schabbellhaus vertieft, bevor auch Wismar gemeinsam erkundet wird und die Lübeckerinnen abends zu Gast bei dem Empfang zum Tag der deutschen Einheit im Wismarer Bürgerschaftssaal sind.

Näheres zum Programm unter www.frauenbuero.luebeck.de/Veranstaltungen.

Anmeldung per Email an: frauenbuero@luebeck.de oder Telefon (0451) 122 1615.

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