Lübeck : Mord am ersten Weihnachtstag? Gesuchter Arzt meldet sich

<p>Das Team der Spurensicherung untersuchte am Montag den Tatort.</p>
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Das Team der Spurensicherung untersuchte am Montag den Tatort.

Ein 78-Jähriger stirbt auf einem Radweg. Vor Eintreffen der Rettungskräfte soll ein Arzt bei der Wiederbelebung geholfen haben.

shz.de von
29. Dezember 2017, 12:11 Uhr

Lübeck | Nach dem gewaltsamen Tod eines Rentners in Lübeck gehen die Ermittlungen weiter. Am Freitag suchte die Polizei öffentlich nach einem Arzt, der noch vor den eintreffenden Rettungskräften angehalten und bei der Wiederbelebung geholfen hat. Schon innerhalb der ersten Stunde nach der Veröffentlichung meldete sich der Mann bei den Beamten.

Zuletzt hieß es von der Lübecker Staatsanwaltschaft, dass der mutmaßliche Täter schweigt. Der 44-Jährige sitzt seit dem 1. Weihnachtstag wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Er war kurz nach dem Gewaltverbrechen festgenommen worden.

Der 78-jährige Mann ist am frühen Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages in Lübeck wahrscheinlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Er starb nahe einer Straßenkreuzung an schweren Verletzungen. Todesursache war ein Schädel-Hirn-Trauma. Wenige Stunden später wurde Haftbefehl gegen den 44-jährigen Mann erlassen – wegen des Verdachts des Totschlags.

Das Opfer wurde am Montag obduziert. Der Mann starb trotz Reanimierung durch Rettungskräfte noch an der Straße. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten derzeit zu den Tatumständen keine weiteren Angaben gemacht werden, hieß es am Montagabend.

Der Senior war nach Angaben der Ermittler wahrscheinlich am frühen Morgen gegen sieben Uhr auf dem Weg von seiner Wohnung in die Lübecker Innenstadt. Medienberichten zufolge starb er in der Nähe einer Spielhalle. Er habe zuvor Geld gewonnen und es könne sich um Raubmord handeln, hieß es in den Berichten, die sich auf Zeugen beriefen.

Die Polizei teilte mit, es gebe derzeit keine Hinweise, dass der Mann zuvor in einer Spielhalle gewonnen habe. Sie sucht dringend nach Zeugen, die gesehen haben, was passiert ist.

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