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Mit Fahrrad, Bus und Bahn zum Hansetag

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Konzept zu Mobilität und Sicherheit vorgestellt

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 14:27 Uhr

Es wird eng werden in Lübeck. Die 214 000 Einwohner große Stadt bereitet sich auf den Hansetag vor – und auf etwa 750 000 Besucher aus nah und fern. Damit die nicht alle mit dem Auto in die Innenstadt fahren, hat der Fachbereich 5 der Hansestadt ein Mobilitäts- und Sicherheitskonzept in Auftrag gegeben. Angesichts der Menschenmassen sollen sich Szenen wie beim Love-Parade-Unglück in Duisburg nicht in Lübeck wiederholen. „Ich bin sicher, dass uns das Konzept gelungen ist“, sagte Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) gestern.

Umgesetzt hat das Konzept die Firma Urbanus GbR. Was schnell klar wurde: Aufgrund der vielen Veranstaltungen in der Innenstadt müssen eine ganze Reihe von Straßenzügen gesperrt werden. Teilweise fallen so auch Zuwegungen zu Parkflächen – wie beispielsweise zum Parkhaus Pferdemarkt – weg. Die ohnehin eingeschränkten Parkplatzkapazitäten werden an ihre Grenzen stoßen, ebenso das Verkehrsnetz. Insofern wird allen Besuchern des Hansetages die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad empfohlen. „Alle Veranstaltungen sind aber von den zentralen Knoten des Bahn- und Busverkehrs Hauptbahnhof und Zob fußläufig gut erreichbar“, sagt Saxe.

Da die Bahn inzwischen in Lübeck einige Haltepunkte – unter anderem in Travemünde, Kücknitz, St. Jürgen und im Hochschulstadtteil – eingerichtet hat, ließe sich auch von dort zum Hansetag starten. Oder mit dem Bus: „Wir werden alle Busse auf die Strecke bringen, die wir haben“, sagt Willi Nibbe, Geschäftsführer der Stadtverkehr Lübeck GmbH. Außerdem würden alle Mitarbeiter mit Personenbeförderungsschein eingesetzt. Nibbe wies außerdem darauf hin, dass aufgrund der Straßensperrungen die Busse bereits ab dem 20. Mai teilweise andere Routen als gewohnt fahren. Wer mit dem Rad anreist, für den stehen drei große Radstellplätze bereit: Auf den Schulhöfen der Oberschule zum Dom, des Katharineums und der Ernestinenschule.

Und wer doch nicht auf das Auto verzichten kann: Um einem Chaos aus dem Weg zu gehen, werden für die erwarteten Besucheranstürme am Samstag und Sonntag große kostenlose P+R-Parkplätze – auf dem Volksfestplatz, auf dem Gelände der Dräger-Werke in Genin-Süd und an der Lohmühle – eingerichtet, von denen kostenlose Shuttle-Busse alle zehn bis 15 Minuten zu festen Haltestellen direkt in die Altstadt fahren. Insgesamt stehen im Umfeld der Altstadt 5000, am Stadtrand nochmals 3000 Parkplätze bereit.

Für die Sicherheit sorgen neben einem privaten Sicherheitsdienst eine aufgestockte Zahl an Polizisten und Rettungskräften. Und jeder Besucher selbst: „Je weniger Autos, desto sicherer können die Retter in der Altstadt agieren“, sagt Stefan Luft von Urbanus GbR.


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