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Minister-Treffen: Markt wird Sicherheitsbereich

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Treffen der Außenminister der G7-Staaten in Lübeck wirft seine Schatten voraus: Jetzt gibt es erste Informationen zum Ablauf des Großereignisses. Für den 14. und 15. April wird der Bereich rund um das Rathaus – einschließlich Markt, Kohlmarkt und Breite Straße – zum Sicherheitsbereich erklärt. Die sieben Außenminister bringen rund 300 Personenschützer mit. Die Landespolizei stellt 3300 Beamte, die für die Sicherheit sorgen sollen.

Es hat ein Kooperationsgespräch zwischen der Versammlungsbehörde, der Polizei und dem Bündnis „Stop  G7“ stattgefunden. Ein Ergebnis ist, dass die Großdemonstration gegen den G7-Außenministergipfel am 14. April in der Lübecker Innenstadt stattfinden wird. Gegenüber der angemeldeten Route ergeben sich zwei Veränderungen: Die Auftaktkundgebung wird nicht auf dem Markt, sondern auf dem Klingenberg stattfinden. Der Abschluss findet nicht direkt vor dem Tagungsort Hansemuseum statt, sondern ungefähr 100 Meter davor entfernt, unmittelbar vor der Kreuzung An der Untertrave/Große Altefähre. Hintergrund sind die von der Polizei angekündigten dauerhaften Sicherheitsbereiche rund um den Marktplatz und das Hansemuseum.

Das Bündnis Stop G7 hat am Donnerstag der Versammlungsbehörde mitgeteilt, dass es diese Routenveränderungen akzeptiert und einen entsprechenden Bescheid nicht juristisch angreifen werde. „Unser wichtigstes Ziel zur Demoroute haben wir erreicht: Der Protest wird im Stadtzentrum stattfinden, und es gibt einen Abschluss in Sicht- und Hörweite zum geplanten Tagungsort des Gipfels“, erklärte dazu der Lübecker Christoph Kleine, Sprecher des Bündnisses Stop G7. Ebenso begrüße das Bündnis „die von der Polizei angekündigte relativ zurückhaltende Begleitung der Demonstration“.

Scharf kritisiert das Bündnis hingegen den angekündigten dauerhaften Sicherheitsbereich, der nicht nur den gesamten Markt, sondern auch die Straße Kohlmarkt und große Teile der Breiten Straße umfasse. „Der zentrale Platz unserer Stadt, viele Einkaufsmöglichkeiten und ein wichtiger Punkt für den Busverkehr werden gesperrt – nur für den Empfang im Rathaus“, so Christoph Kleine. „Darüber hinaus bezweifeln wir die Darstellung der Polizei, dass es im Wesentlichen bei diesen Absperrungen bleiben wird. Die Bevölkerung soll beruhigt werden, aber alles steht unter dem Vorbehalt von Vorgaben der vielen Sicherheitsdienste. Tausende von Polizisten werden sich auch nicht einfach in Luft auflösen, sondern das Bild und das Gefühl eines Belagerungszustands erzeugen“, mutmaßt Kleine weiter.


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