Neubau in Lübeck : Merkel kommt zur Eröffnung des Europäischen Hansemuseums

Noch hinter Planen verborgen: Das Europäische Hansemuseum in Lübeck an der Untertrave, das mit dem Burgkloster (links oben) verbunden sein wird. am 27. Mai wird Eröffnung gefeiert.
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Noch hinter Planen verborgen: Das Europäische Hansemuseum in Lübeck an der Untertrave, das mit dem Burgkloster (links oben) verbunden sein wird. am 27. Mai wird Eröffnung gefeiert.

Der Neubau wird am 27. Mai mit geladenen Gästen eröffnet – einen Tag später gibt es ein großes Bürgerfest in Lübeck.

shz.de von
28. Januar 2015, 15:47 Uhr

Lübeck | Der Termin steht jetzt fest: Am Mittwoch, 27. Mai, wird das Europäische Hansemuseum an der Untertrave eröffnet. Bundeskanzlerin Angel Merkel hält die Einweihungsrede. Ministerpräsident Torsten Albig und weitere Prominente aus Politik, Kultur und Wirtschaft werden erwartet. Tags drauf gibt es ein großes Bürgerfest für Lübecker und Gäste aus nah und fern.

Diese Neuigkeiten verkündeten am Mittwoch Bürgermeister Bernd Saxe, Architekt Andreas Heller sowie Renate Menken und Dr. Helmuth Pfeifer von der Geschäftsführung der „Europäische Hansemuseum gemeinnützige GmbH“. Die Beteiligung der Bundeskanzlerin unterstreiche die Bedeutung, die dem neuen Museum innerhalb der Kultur- und Museumslandschaft in Deutschland zukomme, zeigt sich Bürgermeister Saxe erfreut. Die erwartete Anwesenheit von Vertretern aus 183 Mitgliedsstädten des 1980 gegründeten Städtebundes Die Hanse mache deutlich, dass die Hanse von ihrer Gründung an eine europäische Institution gewesen sei.

An dem Festakt zur Eröffnung können aus Platzgründen nicht alle Interessierten teilnehmen. Deshalb werde am Donnerstag, 28. Mai, ein großes Bürgerfest veranstaltet, und zwar auf den Freiflächen beim Museum sowie in allen Räumen des Hauses.

„Im elften Jahr beschäftigen wir uns jetzt mit dem Hansemuseum. Nun wird es langsam Zeit, dass wir fertig werden“, sagte Renate Menken. Es sei nicht immer einfach gewesen, mit den Behörden bei Stadt und Land zu verhandeln. Nun hoffe sie auf einen guten Abschluss und auf gute Zusammenarbeit der Institutionen, die das Museum tragen werden.

Menkens Vorgänger im Vorstandsvorsitz der Possehl-Stiftung, Dr. Helmuth Pfeifer, ergänzte: Seit 2004 wurden Pläne gewälzt, Standortfragen diskutiert, Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben, Wirtschaftlichkeitsberechnungen angestellt. 2008 beschloss die Possehl-Stiftung, sich mit erheblichen Mitteln zu beteiligen. Parallel seien Verhandlungen mit dem Land geführt worden, inzwischen mit drei Wirtschaftsministern, so Pfeifer.

2012 war endlich Baubeginn, 2013 fand die Grundsteinlegung statt, 2014 wurde Richtfest gefeiert. Bis zur endgültigen Fertigstellung des Komplexes im Mai werden rund 45 Millionen Euro bewegt worden sein. „Zur Zeit arbeiten zwischen 150 und 180 Personen auf der Baustelle“, sagte Architekt Heller. In den nächsten Monaten werde ihre Zahl auf 300 bis 400 Menschen steigen.

Das Europäische Hansemuseum wird zwei Schwerpunkte erhalten. Der eine steht unter der Überschrift „Reise durch die Hanse“, der andere umfasse den Komplex „Denkmal Burgkloster“. Zum Besuch wird ein Kombiticket aufgelegt. Beide Bereiche zu erleben kostet 14,50 Euro (ermäßigt 12,50 Euro, fKinder und Jugendliche von 6 und 16 Jahren 8,50 Euro). Preise der Einzeltickets: 11,50 (10 und 6,50) Euro für die „Reise durch die Hanse“, 4,50 (vier und drei) Euro fürs „Denkmal Burgkloster“.

Das Europäische Hansemuseum will als erstes und größtes Museum seiner Art Aufstieg, Fall und Mythos des einstigen Wirtschaftsmacht erzählen und durch dargestellte Szenen für Besucher erlebbar machen.

Um auch internationale Gäste gut bedienen zu können, wird die Ausstellung in vier Sprachen gezeigt, deutsch, englisch, schwedisch und russisch. Für einen Rundgang müsse man 90 bis 120 Minuten einplanen. Zu erleben sind Schlüsselereignissen der Geschichte des Hansebundes und seiner Mitglieder. Außerdem ist das Leben von Kaufleuten, Reedern, Seeleuten und Arbeitern zu studieren. Öffentliche und private Führungen werden in vielen Sprachen angeboten. Geplant sind ferner Sonderausstellungen und Vorträge. Das Außengelände ist einbezogen, bis hin zum Kinderspielplatz. Dachterrassen ermöglichen den Blick über den Hafen.

>Die Buslinie 3 des Stadtverkehr Lübeck wird geändert und hält dann direkt vor dem Museum. Von der Haltestelle Große Burgstraße (Linien 4, 10, 11, 21, 30, 31, 32, 39, 40) ist das Museum in drei Minuten zu Fuß leicht erreichbar.

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