Lübeck : Einbrecher verstecken sich in Wasser und Gebüsch

Zwei Einbrüche an völlig unterschiedlichen Orten in Lübeck haben eine Gemeinsamkeit: Beide Täter wollen unentdeckt bleiben. Der eine springt in die Untertrave, der andere kauert im Gebüsch. Doch die Polizei findet beide.

Avatar_shz von
04. März 2014, 16:25 Uhr

Lübeck | Es klirrt am Dienstagmorgen gegen 3.20 Uhr in der Lübecker Straße An der Untertrave und lässt Anwohner aufschrecken: Ein Einbrecher hat die Scheibe zu einem ankernden Schiff eingeschlagen, um hinein zu gelangen. Doch er wird gestört, bricht sein Vorhaben ab und flüchtet zu Fuß über die Holzbrücke in Richtung Musik- und Kongresshalle (MuK). Polizeiwagen rücken an und bringen den Mann in Bedrängnis. Er entschließt sich, ins Wasser zu springen und sich fest an die Spundwand zu drücken. „So hoffte er offenbar, dass die Beamten ihn nicht sehen würden“, teilt Lübecks Polizeisprecher Stefan Muhtz mit.

Aber sein Plan geht nicht auf: Polizisten entdecken den Einbrecher und ziehen ihn aus dem Wasser. Die Beschreibung der Zeugen passt auf den 42-Jährigen, den die Beamten vorläufig festnehmen und völlig durchnässt aufs erste Polizeirevier bringen. Nach Feststellung seiner Personalien brachten die Ordnungshüter den 42-jährigen Lübecker nach Hause, damit er seine nasse Kleidung ausziehen konnte. Gegen ihn wird nun wegen versuchten Einbruchs ermittelt.

Ebensowenig Glück hatte ein Einbrecher im Lübecker Stadtteil Siems. Der 47-jährige Mann hat bei einem Altmetallhandel im Mühlenkamp den Alarm ausgelöst. Als Polizisten und Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma auf dem Gelände ankommen, finden sie am Zaun 16 mit Messing- und Kupferschrott gefüllte Gewebesäcke. Jeder fasst 100 Liter. Die Beamten suchen die nähere Umgebung ab und finden zunächst einen im Gebüsch liegenden schwarzen Pullover. Etwas weiter versteckt sich ein Mann im Gebüsch, der zu flüchten versucht, als er die Polizisten sieht. Die aber können ihn schnappen und vorläufig festnehmen.

„Der 47-Jährige hat sich für den Abtransport des Altmetalls einen Transporter gemietet. Die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt und werden an die Leihfirma zurückgegeben“, berichtet Polizeisprecher Muhtz. In Absprache mit der Lübecker Staatsanwaltschaft musste der Tatverdächtige eine Sicherheitsleistung hinterlegen, weil er kein deutscher Staatsbürger ist. Nach der Zahlung wurde er auf freien Fuß gesetzt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert