Höhe Möhnsen/Basthorst : Massenkarambolage auf der A24: 30 Autos, ein Schwerverletzter und 15 Leichtverletzte

Das Führerhaus eines Lkw wurde bei dem Unfall abgetrennt.

Das Führerhaus eines Lkw wurde bei dem Unfall abgetrennt.

Die Autobahn ist nach zehn Stunden andauernder Sperrung am Mittwochmorgen wieder freigegeben worden.

shz.de von
28. Februar 2018, 07:00 Uhr

Möhnsen/Basthorst | Nach einer Massenkarambolage mit bis zu 30 Fahrzeugen auf der A24 bei Talkau (Kreis Herzogtum Lauenburg) ist der Berufsverkehr am Mittwochmorgen wieder ohne Probleme angelaufen. Die Sperrung der Fahrbahn in beide Richtungen wurde kurz nach Mitternacht nach Abschluss der Aufräumarbeiten wieder aufgehoben, teilte die Polizei am Mittwochmorgen mit. Die Autobahn war laut Polizei rund zehn Stunden gesperrt.

Das Schneegestöber in Schleswig-Holstein hatte am Dienstagnachmittag auf der A24 seinen Tribut gefordert. In Höhe Möhnsen/Basthorst war bei einem Unfall auf spiegelglatter Fahrbahn ein Mann schwer verletzt worden. 15 weitere Menschen erlitten nach Angaben der Rettungsleitstelle leichtere Verletzungen. Insgesamt waren 30 Fahrzeuge beteiligt.

Mehrere Lkw und sieben Autos waren an der Massenkarambolage beteiligt.
Peter Wüst

Mehrere Lkw und sieben Autos waren an der Massenkarambolage beteiligt.

Ein in Richtung Hamburg fahrender Lastwagen habe sich im dichten Schneetreiben auf der Fahrbahn quergestellt, sagte ein Sprecher der Leitstelle. Drei Autos konnten nicht mehr bremsen und fuhren in das Hindernis hinein. Als Folge kam es auf der Gegenfahrbahn Richtung Berlin zu weiteren Auffahrunfällen.

Der Rettungshubschrauber an der Unfallstelle.
Timo Jann

Der Rettungshubschrauber an der Unfallstelle.

Die Autobahn wurde zwischen den Anschlussstellen Witzhave und Talkau in beide Richtungen gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Die Aufräumarbeiten sollten nach Angaben der Rettungsleitstelle bis in die Nacht dauern. Die im Stau festsitzenden Autofahrer würden von Hilfsorganisationen mit heißen Getränken und Decken versorgt, sagte der Sprecher. Insgesamt waren etwa 150 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten vor Ort.

Die Unfallstelle: Die Autobahn musste in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.
Peter Wüst

Die Unfallstelle: Die Autobahn musste in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.

 

Stark einsetzender Schneefall verwandelte die Autobahn in eine Eisbahn mit schlechter Sicht, berichteten Augenzeugen. Der 69-jährige Klaus Eichhorst hatte gerade seinen am Heck beschädigten Audi verlassen, als ein Lkw auf ihn zuschleuderte. Nur ein Sprung über die Leitplanke rettete vermutlich in letzter Sekunde sein Leben. Eine Ausbeulung der Leitplanke zeigte die Wucht des Aufpralls. Etwa einen Kilometer weiter zurück ereignete sich ein weiterer Unfall mit mehreren Lkw und Pkw.

Die alarmierten Feuerwehren und Einsatzkräfte kamen zuerst im dichten Schneetreiben nicht vorwärts. Durch die zweite Unfallstelle war die Fahrbahn komplett blockiert. Weitere Feuerwehren wurden alarmiert und fuhren in Gegenrichtung auf. Über Stunden ging auf der stark befahrenen Ost-West-Route nichts mehr. In Schwarzenbek kam auch der Umleitungsverkehr zum Erliegen.

Die Autobahn ist voll gesperrt. Die Autos im Stau bilden eine Rettungsgasse für die Einsatzfahrzeuge.
Daniel Friederichs

Die Autobahn ist voll gesperrt. Die Autos im Stau bilden eine Rettungsgasse für die Einsatzfahrzeuge.

Die Leitstelle hatte ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehren und Rettungsdienst auf die Autobahn und in Bereitstellungsräume entsandt, darunter auch die Feuerwehren aus Schwarzenbek, Kasseburg, Kuddewörde, Elmenhorst und Talkau.

Zu der Massenkarambolage ereigneten sich weitere Unfälle in Schleswig-Holstein. Unter anderen musste die A1 von Hamburg in Richtung Lübeck zwischen dem Kreuz Lübeck und Lübeck-Moisling gesperrt werden. Eine Umleitung wurde eingerichtet.

Weitere Stauinformationen erhalten Sie über unseren Verkehrsmonitor unter www.shz.de/verkehr.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert