Marode Wakenitzbrücke wird vier Jahre lang saniert

Die Wakenitzbrücke aus dem Jahr 1969 weist erhebliche Verschleißerscheinungen auf.
Die Wakenitzbrücke aus dem Jahr 1969 weist erhebliche Verschleißerscheinungen auf.

Maßnahmenkonzept für Lübecks längstes Brückenbauwerk liegt vor / Kosten: Acht Millionen Euro

shz.de von
28. November 2016, 17:45 Uhr

Die Wakenitzbrücke ist Lübecks längstes Brückenbauwerk. Sie wurde 1969 in Betrieb genommen. Nach nahezu 50 Jahren ist eine Sanierung unumgänglich. Das Konzept dafür liegt jetzt vor. Die Bauarbeiten werden vier Jahre in Anspruch nehmen und rund acht Millionen Euro kosten.

Die Brücke hat in seiner Beurteilung eine Zustandsnote von 3,5 erhalten. Bis zu einem Wert von 4,0 darf eine Brücke genutzt werden, bei einem schlechteren Zustand muss sie gesperrt werden. Bisher wurden Risse am Beton, Spurrinnen im Asphalt, beschädigte Fahrbahnübergänge, gebrochene Leitungen und Schäden an den Geländern registriert. Die tragenden Teile sind noch in Ordnung. Die Bauverwaltung geht die Wakenitzbrücke trotzdem jetzt an. Mit der rechtzeitigen Sanierung des Betons kann das Bauwerk weitere 40 Jahre genutzt werden. Werden die tragenden Teile angegriffen, ist ein Neubau fällig. Der würde 35 bis 40 Millionen Euro kosten.

Die lange Bauzeit hat einen Grund: Gearbeitet wird nur in der wärmeren Jahreszeit von April bis November. Sonst müsste die Baustelle beheizt werden.

Mit größeren Behinderungen ist nicht zu rechnen. Die meisten Arbeiten finden nämlich unterhalb der befahrbaren Trasse statt. Allerdings wird die gesamte Fahrbahndecke erneuert und neu abgedichtet. Auch an den Fahrbahnübergängen wird es Baustellen geben.

Die Finanzierung erfolgt aus dem laufenden Verwaltungshaushalt, da es sich nicht um eine Investition handelt. Deshalb wird die Maßnahme auch nicht durch den derzeit fehlenden städtischen Haushalt für 2017 verzögert.

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