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Marode Possehlbrücke bis November wieder frei

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübecker Bauverwaltung und Bauunternehmen sind uneins über Abbruch-Verfahren

„Der Abriss der maroden Possehlbrücke und ein sich anschließender Neubau liegen derzeit zwischen drei und fünf Wochen hinter dem Zeitplan zurück.“ Das hat der Leiter des Bereichs Stadtgrün und Verkehr, Dr.-Ing. Stefan Klotz, den Mitgliedern des Bauausschusses der Bürgerschaft mitgeteilt. Grund: Unstimmigkeiten zwischen der städtischen Brückenbauabteilung und dem Auftragnehmer hinsichtlich des Abbruchkonzeptes. Und das hat Folgen: Die Possehlbrücke wird wieder für den Verkehr in beide Riochtungen freigegegben – jedoch nur vorübergehend.

Wie berichtet hatte der Abrissunternehmer ein anderes Konzept vorgelegt, als ursprünglich von der Stadt geplant. Das wäre zwar billiger und schneller realisierbar, wurde aber von der Bauverwaltung abgelehnt. Man könne kein Risiko eingehen, so Dr. Stefan Klotz, Leiter des Bereichs Stadtgrün und Verkehr. So verlaufe über die Brücke die Stromversorgung für große Teile Lübecks inklusive der Uniklinik.

Jetzt muss der Abbruchunternehmer seine Pläne entsprechend den Vorgaben der Stadt ändern. Der Abriss kann nach derzeitiger Planung erst Mitte November beginnen. „Dann wird die Possehlbrücke wieder zur Einbahnstraße in Richtung Holstentor. Auf die Weihnachtsstadt des Nordens können wir keine Rücksicht nehmen“, so Klotz. Aktuell werden die Widerlager der Brücke verstärkt, damit beim Abriss die jeweils andere Seite der Brücke stehen bleiben kann. Die Arbeiten sollen kommende Woche abgeschlossen sein, dann könnte der Verkehr wieder in beide Richtungen fließen.

Die Kosten für die Änderung der Beschilderung und Verkehrsführung werde man dem Abrissunternehmen in Rechnung stellen, sagt die Bauverwaltung. Die Arbeiten an der Possehlbrücke sind fünf Wochen in Verzug. Der Bau der Stahlbrücke erfolge aber gleichzeitig zu den Abrissarbeiten. Sie wird später auf die Widerlager aufgelegt und mit Beton verstärkt.

Noch ein anderes Brückenproblem kam im Bauausschuss zur Sprache: Mit dem Neubau der Bahnhofsbrücke – zwischen Lindenplatz und Fackenburger Allee – wird es keine Überschneidungen geben. Deren längst überfälliger Neubau wurde um ein weiteres Jahr verschoben und soll jetzt in den Jahren von 2017 bis 2020 erfolgen. Das sei mit der Deutschen Bahn bereits abgesprochen. Im Jahr 2016 würden nur Arbeiten im Gleisbereich ausgeführt, die keine Auswirkungen auf den Straßenverkehr haben.

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