Lübecks Zukunft: Die Bürger sind gefragt

Asphalt oder Kopfsteinpflaster? Statt einzelner Themen soll jetzt ein Konzept für die nächsten Jahrzehnte entstehen.
Asphalt oder Kopfsteinpflaster? Statt einzelner Themen soll jetzt ein Konzept für die nächsten Jahrzehnte entstehen.

Eine Perspektivenwerkstatt Freitag und Sonnabend soll die Richtung vorgeben

shz.de von
30. Mai 2018, 13:05 Uhr

Es geht um Lübecks Zukunft. Jetzt sind die Bürger gefragt. Den Anstoß gab die Asphaltierung der Fahrspuren auf dem Koberg vor zwei Jahren: Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen? Am kommenden Wochenende sind die Lübecker gefragt. „Das Ergebnis der Diskussion ist völlig offen“, betont Lübecks neuer Bürgermeister Jan Lindenau (SPD).

Seit Jahren werden immer wieder einzelne Themen der Stadtentwicklung diskutiert. Es geht um Busse in der Königstraße, neue Fahrradstraßen, Parkmöglichkeiten für Radfahrer und Autos, Schaffung neuer Straßencafés und den Handel. Ein umfassendes Konzept fehlt aber bisher. Die Bürgerschaft wollte das brisante Thema nicht allein entscheiden und hat für 240 000 Euro einen „Diskussionsprozess“ in Auftrag gegeben. Der hat bereits im Internet begonnen. Rund 100 Bewohner der Hansestadt haben ihre Vision von Lübeck im Jahr 2030 formuliert. Und die sind in der Tat sehr verschieden. Ein Teilnehmer mutmaßt, es werde ein Ghetto für die Elite mit teuren Cafés und Bars geben, andere erwarten einen Mix aus Gemeinschaftsräumen, spezialisierten Läden und Bildungsangeboten.

Am morgigen Freitag, 1. Juni, und Sonnabend sind Lübecker zu einer Perspektivenwerkstatt eingeladen, die in die Hanse-Schule (Dankwartsgrube 14-22) stattfinden wird. In Workshops werden verschiedene Themen diskutiert. Auch die Teilnahme zu einzelnen Punkten ist möglich. So wird am Freitagabend um 19.30 Uhr über den Handel diskutiert.

Das Ergebnis ist völlig offen, betont Bürgermeister Jan Lindenau: „Wenn am Freitag 100 Leute kommen und fordern, dass alles so bleibt wie es ist, haben wir das zu akzeptieren.“ Er könne sich aber nicht vorstellen, dass die Menschen weiter im Straßencafé in den Autoabgasen sitzen möchten.

Die Rahmenplanung für Lübeck soll in der ersten Hälfte des Jahres 2019 vorliegen. Dann entscheidet die Bürgerschaft über die Umsetzung.

>Alle Informationen zur Perspektivenwerkstatt und den Stand der Diskussion: uebermorgen.luebeck.de


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