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Mehr Verkehrszeichen : Lübecks Schilderwald wächst kräftig

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In den vergangenen vier Jahren ist die Zahl der Verkehrszeichen in der Hansestadt um mehr als 5000 gestiegen.

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Lübeck | Immer wieder wird über den Abbau des Schilderwaldes diskutiert. In Lübeck geht man einen anderen Weg: In vier Jahren ist die Zahl der Verkehrszeichen um über 5000 gestiegen. Die Auswirkungen sind besonders in der Innenstadt zu sehen.

Im Jahr 2009 hat die Stadt erstmals alle Verkehrszeichen erfasst und in einem elektronischen Verzeichnis eingetragen. Das stolze Ergebnis: 28.500 Schilder an 16.900 Standorten - inklusive der Straßennamensschilder und Wegweisertafeln. Vier Jahre später sind es deutlich mehr geworden. Aktuell listet die Tabelle der Stadt rund 34.000 Zeichen aus. Davon sind rund 4400 Halteverbote, 1600 Vorfahrt-achten-Schilder und 800 Radwegbeschilderungen.

Die Zunahme sei unter anderem durch neue Baugebiete entstanden, sagt Stadtsprecher Marc Langentepe. Auch durch die neue K13 seien zusätzliche Verkehrszeichen erforderlich geworden. Neu seien aber auch die Freigabe von Einbahnstraßen für Radfahrer und die Fernwegweisung für Radtouristen. Noch vor einigen Jahren hatte die Bauverwaltung angekündigt, den Schilderwald zu durchforsten. Abgebaut wurden drei Verkehrszeichen in der Mühlenstraße. Dabei sind die vielen Zeichen besonders ärgerlich für Touristen. Kaum eine Sehenswürdigkeit in Lübeck kann ohne reflektierende Schilder fotografiert werden. Alleine auf dem Koberg – der aus Gründen der Wirkung nicht mit zusätzlichen Bänken verstellt wird – stehen zahlreiche Schilder. Dabei könnten in der Innenstadt reichlich Schilder abgebaut werden. Selbst in Bereichen, die nur von Anwohnern befahren werden dürfen, stehen an vielen Ecken noch zusätzlich Verbotsschilder mit dem Zusatz „Anlieger frei“. Auch die Parkbeschilderung für Anwohner ist an vielen Stellen überflüssig. Das zeigt der „Ida-Boy-Ed-Garten“. Dort gibt es keine Parkbeschränkung, aber trotzdem Verwarnungen für Nicht-Anwohner, weil sie die Straße nicht benutzen dürfen.
 

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