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Lübeck

24. Oktober 2017 | 08:34 Uhr

Lübecks fliegende(r) Botschafter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Patenschaft: Lufthansa-Airbus trägt den Namen der Hansestadt um die Welt / Lange Tradition seit Beginn der Fliegerei

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 00:31 Uhr

75 Meter lang, 63 Meter breit und etwa 368 Tonnen schwer: Lübecks Botschafter stellen sich sicherlich viele ganz anders vor. Bangkok, Toronto, Boston, Detroit und Bogota kommen aber regelmäßig in Kontakt mit ihm. Nicht, dass er im Rahmen einer Delegation der Hansestadt diese Orte besucht, sondern die Lufthansa sorgt dafür, dass der Name „Lübeck“ rund um den Globus getragen wird – pardon, fliegt. Denn der Airbus A340-600 mit der Kennung „D-AIHF“ ist das derzeitige Patenflugzeug Lübecks und trägt den Stadtnamen auf seinem Rumpf. „Seit 2004 sind etwa 1,6 Millionen Passagiere mit dem vierstrahligen Jet geflogen“, sagt Konzernsprecher Wolfgang Weber.

Dass die Lufthansa ihre Maschinen nach Städten benennt, ist bereits lange Tradition. Die bereits in den 1920er Jahren begonnende Praxis wurde nur durch die NS-Zeit unterbrochen. Seit September 1960 fliegen Airbus, Boeing und Co. wieder mit Taufnamen am Rumpf – seit 1965 auch mit dem Schriftzug „Lübeck“ (siehe Infokasten). Das Taufkonzept der Kranich-Airline sieht vor, dass der einmal vergebene Name stets an eine neue Maschine übertragen wird. Deshalb trägt bereits der sechste Airliner den Namen der Hansestadt. In Schleswig-Holstein fliegen neben Lübeck weitere Städte-Namen um die Welt: So sind auch Neumünster, Norderstedt, Uetersen, Westerland/Sylt, Husum, Heide, Kiel, Bad Segeberg, Glücksburg und Flensburg eine Patenschaft mit der Lufthansa eingegangen.

Da die Flotte der Airline nicht unendlich viele Flugzeuge umfasst, ist der Kreis der Interessenten lang: Zurzeit stünden 245 Städte auf der Warteliste, sagt Weber. Da eine Patenschaft nicht aberkannt wird, müssen Städte mittlerweile gut zehn Jahre darauf warten, dass die Lufthansa deren Namen auf den Rumpf einer der Verkehrsflugzeuge bringt. Bürgermeister Bernd Saxe ist stolz auf die „Lübeck“: „Wir sind dankbar, dass die Lufthansa-Maschine als Botschafter der Hansestadt in der Welt unterwegs ist und auf den Flughäfen und bei den Passagieren für den bedeutenden Tourismus-Standort wirbt. Und wir wünschen uns, dass die Lufthansa eines Tages auch den Flughafen Lübeck in ihr Liniennetz aufnimmt“, sagt Saxe. Maximal 306 Passagiere kann die „Lübeck“ mitnehmen. Der derzeitge fliegende Botschafter der Hansestadt legte auf seinen fast 5800 Linienflügen bisher fast 50 000 Stunden in der Luft zurück – und trägt den lübschen Namen zu Destinationen rund um den Erdball – in dieser Woche nach Bogota und Toronto.

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